



Alle staatlichen Gebäude sowie Bauten des Bundes und kirchliche Liegenschaften werden von der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern betreut. Der Staat baut selber, z.B. Universitäten, Schulen oder Staatsstraßen, oder er fördert und berät, z.B. bei kommunalen Umgehungsstraßen oder bei Kindergärten. Mit Investitionen und Fördermitteln von Bund und Land verwalten wir ein jährliches Bauvolumen von fast 6 Mrd. Euro.
Wenn man alle Gebäude zusammennimmt, die der Freistaat betreut und managt, kommt man auf einen Gebäudebestand, der doppelt so groß ist wie die Stadt Augsburg. Zum staatlichen Hochbau gehören Aufgaben wir An-, Um- oder Neubau oder Restaurierung. Die Bandbreite reicht von der Kirchensanierung bis zur Klinik, vom Forsthaus bis zum Forschungslabor, vom Tower bis zum Theater und von der Kaserne bis zum Kunstmuseum. Sie können sich hier auch über aktuelle Baumaßnahmen und Wettbewerbe informieren.
Für das private und öffentliche Baugeschehen schafft bzw. begleitet die Oberste Baubehörde die rechtlichen und fachlichen Rahmenbedingungen.
Im Bereich Städtebau befördert und initiiert sie flächensparende und energieeffiziente städtebauliche Projekte und berät Kommunen - insbesondere vor dem Hintergrund der Herausforderungen des demographischen Wandels - zur Siedlungsentwicklung.
Die Oberste Baubehörde ist darüber hinaus das bayerische Kompetenzzentrum in allen Fragen des Baurechts. Im Bereich Bautechnik sorgen wir für Sicherheit und Barrierefreiheit der baulichen Anlagen und unterstützen bzw. ermöglichen durch "Zustimmungen im Einzelfall" innovative und zugleich qualitativ hochwertige neue Bauarten und Bauprodukte.
Ein wichtiges Anliegen der staalichen Bauverwaltung ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern angemessene und qualitativ gute Wohnungen anzubieten, auch wenn sie weniger wohlhabend sind. Zum Wohnen in Bayern gehört z. B. die Förderung von selbst genutzten Eigenheimen, der Bau von Alten- oder Studentenheimen oder behindertengerechte Wohnungen.
In der Städtebauförderung legen wir besonderen Wert darauf, dass die Innenstädte und Ortszentren gestärkt werden und lebendige Lebensmittelpunkte bleiben. Wichtig ist auch, dass problematische Stadt- und Ortsteile umfassend entwickelt und gefördert werden mit verschiedenen sozialen, ökonomischen und ökologischen Programmen.
Zum Straßen- und Brückenbau gehören die Planung, der Bau und der Betrieb der Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen. Das umfasst ein Straßennetz von 25.000 km, rund 14.000 Brücken und fast 60 Tunnels. Zu den Aufgaben gehören z. B. Verkehrsplanung, Umweltverträglichkeitsstudien, Verkehrsfreigaben, Landschaftspflege, Verkehrssicherheit und technische Verkehrssteuerung.
Neben diesen Aufgabengebieten gibt es übergreifende Themen, die verschiedene Lebensbereiche berühren oder mehrere Baubereiche betreffen. Dazu gehören das Vergabe- und Vertragswesen, das gerade bei großen Bauprojekten europaweit greift.

Die Zusammenarbeit mit privaten Partnern, die Public Private Partnership (PPP) - also die Übertragung von Finanzierung, Bau, Erhaltung und Betrieb z. B. bei Autobahnen -, machen Großprojekte auch in Zeiten enger Haushaltslage möglich.

Der demographische Wandel und die Folgen für Gemeinden und Bürger bestimmen zunehmend die öffentliche Diskussion. Auch der Baubereich ist betroffen. Große Entwicklungszeiträume und die langfristige Bindung kommunaler Finanzmittel machen es notwendig, frühzeitig die möglichen Auswirkungen des Demographischen Wandels zu berücksichtigen.

Ein wichtiges ökologisches Thema ist die Frage der Energie und des Energieverbrauchs. Ressourcen müssen geschont, Energie darf nicht verschwendet werden. Energieeffizientes Bauen schont die Umwelt und zahlt sich in vielerlei Hinsicht aus.

Veranstaltungen zur Reihe Initiative "Zukunft Bauen Bayern"
der Obersten Baubehörde
im Bayerischen Staatsministerium des Innern