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Weiterführende Informationen zum Programm Kleinere Städte und Gemeinden

Das Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“ richtet sich an Städte und Gemeinden in dünn besiedelten, ländlichen, von Abwanderung bedrohten oder vom demographischen Wandel betroffenen Räumen.

Logo des Programms Kleinere Städte und Gemeinden © Oberste Baubehörde, München

Ziel ist die Sicherung und Stärkung der örtlichen Infrastruktur als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Dass überörtliche und interkommunale Kooperationen dabei zukünftig eine noch bedeutendere Rolle zur Bewältigung der Folgen aus dem demographischen Wandel zukommt, belegen die ersten Ergebnisse aus dem im Jahr 2010 neu aufgelegten Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm. Das Programm setzt darauf, dass die Stabilisierung und Stärkung der kommunalen Daseinsvorsorge und Zentralität der einzelnen Ortskerne durch interkommunale, überörtlich koordinierte und auf einzelnen Themenfeldern arbeitsteilige Zusammenarbeit möglich ist.

Radlerhotel in Wassertrüdingen © Holzinger-Eberl, Ansbach

So lassen sich beispielsweise innerörtliche Potenziale bei Leerständen und Flächenreserven durch abgestimmtes Auftreten der Kommunen passgenauen neuen Nutzungen zuführen. Dabei geht es sowohl um die Wiederbelebung von Wohnungen in vorhandener Bausubstanz, wie auch um ein interkommunal abgestimmtes Vorgehen bei der Stärkung des örtlichen Einzelhandels. Damit können die Orte unter den neuen Voraussetzungen wieder attraktiv sowohl für junge Familien als auch für ältere Menschen werden. Überörtliche und interkommunale Zusammenarbeit steigert damit die kommunale Handlungsfähigkeit jeder einzelnen Kommune. Gleichzeitig bleiben die Eigenständigkeit und die Identität der einzelnen Gemeinden erhalten.

Die Mittel dieses Programms können eingesetzt werden zur Vorbereitung und Durchführung von Investitionen zur Erhaltung und Entwicklung der kommunalen Infrastruktur der Daseinsvorsorge. Eine Hauptvoraussetzung für die Programmaufnahme ist die Bereitschaft von Städten, Märkten und Gemeinden im Ländlichen Raum mit Ihren Nachbarn gemeinsam nach Lösungen zur Sicherung der Daseinsvorsorge zu suchen.

Stadteingang Wassertrüdingen mit neuem Museum "Fluvius" am "Törle" © Peter Schubert, Stadt Wassertrüdingen

Ein erster Schritt ist das Erarbeiten eines zwischen den Gemeinden bzw. zwischen einer Stadt und ihrem Umland abgestimmten überörtlich integrierten Entwicklungskonzepts oder einer solchen Entwicklungsstrategie. Bei erfolgreichen interkommunalen Kooperationen finden sich im Konzept beziehungsweise in der Strategie zwei wesentliche Aspekte, die über klassische Entwicklungskonzepte hinausgehen: Dies ist die genau auf die beteiligten Orte zugeschnittene Definition von Daseinsvorsorge und das Aufzeigen interkommunal arbeitsteiliger Vorgehensweisen zur Sicherung der Daseinsvorsorge durch städtebauliche Maßnahmen.