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Markt Haag i.OB © Christian Prieller

Markt Haag i.OB

Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke

Das Städtebauförderungsprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" richtet sich an Städte und Gemeinden in dünn besiedelten, ländlichen, von Abwanderung bedrohten oder vom demographischen Wandel betroffenen Räumen. Ziel ist die Sicherung und Stärkung der kommunalen Infrastruktur als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge.

Logo des Programms Kleinere Städte und Gemeinden © Oberste Baubehörde, München

Um die Stadt- und Ortskerne als wirtschaftliche, soziale und kulturelle Versorgungszentren zu sichern und zu stärken, setzt das Programm auf interkommunale Zusammenarbeit. So können die begrenzten Kräfte der kleineren Kommunen effizient gebündelt werden. Daher ist eine Hauptvoraussetzung für die Programmaufnahme die Bereitschaft von Städten, Märkten und Gemeinden im ländlichen Raum, mit ihren Nachbarn gemeinsam nach Lösungen zur Sicherung der Daseinsvorsorge zu suchen.

Bauhütte Perlesreut © Johanna Borde, Passau

Im ersten Schritt wird zwischen den Gemeinden beziehungsweise zwischen einer Stadt und ihrem Umland ein abgestimmtes, überörtlich integriertes Entwicklungskonzept oder eine solche Entwicklungsstrategie erarbeitet oder fortgeschrieben. Bei erfolgreichen interkommunalen Kooperationen finden sich dort zwei wesentliche Aspekte, die über klassische Entwicklungskonzepte hinausgehen: Daseinsvorsorge wird genau auf die Situation der beteiligten Orte zugeschnitten definiert und es werden interkommunal arbeitsteilige Vorgehensweisen aufgezeigt, die diese durch städtebauliche Maßnahmen sichern und stärken.

Stadteingang Wassertrüdingen mit neuem Museum "Fluvius" am "Törle" © Peter Schubert, Stadt Wassertrüdingen

Im Mittelpunkt stehen Investitionen zur Behebung städtebaulicher Missstände und damit die Umsetzung baulicher Projekte, um die zentralen Ortskerne funktionsfähig und sowohl für junge Familien als auch für ältere Menschen attraktiv zu halten. Wenn sich die Kooperationspartner als Leitgedanken auf die Innenentwicklung verständigen, können sie die Konkurrenz um neue Wohn- und Gewerbegebiete reduzieren. So lassen sich beispielsweise durch abgestimmtes Auftreten der Kommunen Flächenreserven und innerörtliche Leerstände neuen Nutzungen zuführen. Dabei kann es darum gehen, das Wohnangebot in den Ortskernen auf die heutige Nachfrage anzupassen, oder auch darum, den örtlichen Einzelhandel zu stärken. Überörtliche Zusammenarbeit steigert damit die Handlungsfähigkeit jeder einzelnen Kommune. Gleichzeitig bleiben Eigenständigkeit und Identität der einzelnen Gemeinden erhalten.