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Freizeitanlage auf einer ehemaligen Brachfläche in Marktleuthen © Marion Schlichtiger

Freizeitanlage auf einer ehemaligen Brachfläche in Marktleuthen

Interkommunale Kooperationen

Viele Kommunen in ländlichen Räumen stehen angesichts der aktuellen wirtschaftsstrukturellen und demographischen Entwicklungen vor bisher nicht gekannten Herausforderungen. Besonders betroffen sind Gemeinden in dünn besiedelten Bereichen, wenn diese von Abwanderung bedroht sind oder die Ausgewogenheit der Altersstruktur sich massiv zu verschieben droht. Unübersehbare Spuren in unseren Ortskernen sind Wohnungs- und Gewerbeleerstände. Für die örtliche Versorgung hat dies Umsatzrückgänge im Einzelhandel oder Auslastungsprobleme für die Einrichtungen der medizinischen Versorgung zur Folge.

Neben den klassischen Maßnahmen der Städtebauförderung zum Erhalt vitaler Ortskerne bietet sich zur Anpassung der örtlichen Infrastruktur und zur Sicherung der Daseinsvorsorge an, überörtliche und interkommunale Kooperationen einzugehen. Dies belegen auch erste Ergebnisse aus dem im Jahr 2010 neu aufgelegten Städtebauförderungsprogramm - "Kleinere Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke". Die interkommunale Zusammenarbeit steigert die kommunale Handlungsfähigkeit. Gleichzeitig bleiben die Eigenständigkeit und die Identität der einzelnen Gemeinden erhalten.

Die Initiative für eine interkommunale Zusammenarbeit muss dabei immer von den Kommunen selbst ausgehen. Denn das verfassungsrechtlich garantierte Selbstverwaltungsrecht der Kommunen begrenzt die staatlichen Einflussmöglichkeiten. Für die Kommunen ist es daher wichtig, dass sie die Vorteile einer interkommunalen Zusammenarbeit erkennen. Das können rein wirtschaftliche Vorteile sein; das können aber auch Aspekte wie bessere Servicequalität, eine größere Attraktivität der Standorte oder der Erhalt von Kompetenzen sein.