Verkehrsunfallstatistik 2012

München, 22. Februar 2013 (stmi). Staatsminister Joachim Herrmann hat am 22. Februar 2013 in Nürnberg eine positive Bilanz zur bayerischen Verkehrsunfallentwicklung 2012 gezogen.

Mit 662 Verkehrstoten wurde 2012 der niedrigste Stand in Bayern seit Beginn der Unfallaufzeichnungen im Jahr 1954 erreicht.
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Auch wenn die Verkehrsunfälle in Bayern leicht angestiegen sind, zeigt gerade der deutliche Rückgang der Verkehrstoten, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mit 662 Verkehrstoten wurde 2012 der niedrigste Stand in Bayern seit Beginn der Unfallaufzeichnungen im Jahr 1954 erreicht. Mit dieser positiven Entwicklung gibt sich Staatsminister Joachim Herrmann aber noch nicht zufrieden. Das Bayerische Verkehrssicherheitsprogramm 2020 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ enthält ein ganzes Maßnahmenpaket für mehr Verkehrssicherheit. Ziel ist, bis zum Jahr 2020 die Unfallzahlen weiter zu reduzieren und insbesondere die Zahl der Verkehrstoten auf unter 550 zu senken.

Verkehrsunfälle im Jahr 2012

2012 registrierte die Bayerische Polizei rund 364.000 Verkehrsunfälle, knapp vier Prozent mehr als 2011. Dabei wurden 69.500 Personen verletzt. Besonders auffällig war erneut die Unfallhäufigkeit auf Landstraßen. Dort kamen 435 Menschen ums Leben, also knapp zwei Drittel aller Verkehrstoten. Unfallursache Nummer Eins war überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit, an zweiter Stelle standen die Vorfahrtsunfälle. Die Zahl der bei alkoholbedingten Unfällen getöteten Personen ging um 30 Prozent zurück. 68 getötete Fahrzeuginsassen hatten keinen Gurt angelegt.

Bei Verkehrsunfällen mit jungen Heranwachsenden zwischen 18 und 24 Jahren starben 202 Personen. Nach wie vor sind diese jungen Fahrer mit etwa 22.400 Unfällen die häufigsten Unfallverursacher.

Die Geisterfahrerunfälle sind auf 22 angestiegen. Ein Falschfahrerunfall verlief tödlich. Hier starben fünf Personen auf der Autobahn A73.

Maßnahmen

Wir setzen unser Bayerisches Verkehrssicherheitsprogramm konsequent um und bekämpfen wirkungsvoll die wichtigsten Ursachen für schwere Unfälle. Bereits im Frühjahr 2013 sind landesweite Schwerpunktkontrollen gegen Raser auf der Landstraße vorgesehen. Zudem werden die unfallträchtigen Stellen auf Landstraßen entschärft. Dazu gehören beispielsweise in diesem Jahr Verbesserungen bei Markierungen, Beschilderungen und Schutzplanken für 20 Millionen Euro. Daneben ertüchtigen wir auch die Seitenräume unserer Straßen und sorgen dafür, dass Kreuzungen und Einmündungen noch besser erkennbar sind. Hierfür stehen weitere 20 Millionen Euro bereit. Auch der Bau von rund 1.500 neuen Lkw-Parkplätzen an Autobahnen ist für 2013 und 2014 mit einem Investitionsvolumen von 40 Millionen Euro geplant, zusätzlich zu den rund 2.000 neuen Stellplätzen der letzten fünf Jahre. Für die Erhöhung der „gebauten Verkehrssicherheit“ auf bayerischen Straßen sind allein im Jahr 2013 rund 70 Millionen Euro vorgesehen. Bis zum Jahr 2020 sind 440 Millionen Euro eingeplant.