Alpine Einsatzübung am Königssee

Schönau am Königssee, 26. September 2013 (stmi). Ein Flugzeugabsturz: rund 30 Meter oberhalb des Königssees Schwerverletzte, Getötete und Vermisste. Vor diesem anspruchsvollen Übungsszenario standen heute rund 50 Einsatzkräfte von Polizei, Bergwacht und Wasserwacht.

Alpine Einsatzübung am Königssee am 26. September 2013
© Bayerisches Rotes Kreuz

Ebenso wie die ehrenamtlichen Mitglieder der Bergrettungswache Berchtesgaden und der Wasserwacht Berchtesgaden haben auch die Polizeibeamten umfassende alpine Erfahrung und Technik. Im Einsatz waren Polizeibergführer und Alpinbeamte der Polizeipräsidien Oberbayern Süd und Schwaben Süd/West ebenso wie die Polizeihubschrauberstaffel Bayern. Gemeinsam mussten die Einsatzkräfte nach Vermissten suchen, Verletzte retten und Leichen bergen.

Staatsminister Joachim Herrmann war beeindruckt: "Das enge Zusammenspiel zwischen Polizeibergführern, Alpinbeamten, Polizeihubschrauberstaffel und Spezialisten von Bergwacht und Wasserwacht hat gezeigt, dass unsere Rettungskräfte selbst in schwierigsten Situationen einen kühlen Kopf bewahren. Berg- und Naturfreunde aus Nah und Fern können sich im Notfall auf schnelle und professionelle Hilfe in den bayerischen Bergen verlassen."

Immer mehr Einsätze im bayerischen Alpenraum

Gemeinsame Übungen sind für die reibungslose Zusammenarbeit der Rettungskräfte unverzichtbar. Nur dann können gefährliche Ernstfälle am Berg sicher gelöst und Menschenleben gerettet werden.

Die Retter sind immer häufiger gefordert: "Während wir 2012 in Bayern bei klassischen Bergunfällen 146 Verletze und 48 Getötete beklagen mussten, liegen wir 2013 schon bei 155 Verletzten und 44 Toten", so Staatsminister Joachim Herrmann. Diese Zunahme liegt insbesondere an der hohen Attraktivität des bayerischen Alpenraums weit über die weiß-blauen Landesgrenzen hinaus.