IT-Sicherheitsmesse 'it-sa 2013'

Nürnberg, 8. Oktober 2013 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat heute auf der IT-Sicherheitsmesse "it-sa" in Nürnberg seine Initative für Cybersicherheit vorgestellt. Die Messe ist eines der bedeutendsten Fachforen, das Aussteller und Fachpublikum aus vielen Ländern anzieht.

Innenminister Joachim Herrmann auf der IT-Sicherheitsmesse "it-sa" am 8. Oktober 2013 in Nürnberg
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Innenminister Joachim Herrmann machte bei der Gelegenheit deutlich, welch hohen Stellenwert er dem Thema beimisst: "Cybersicherheit – also die Sicherheit unserer IT-Netzwerke vor Kriminellen, Terroristen und Spionen – ist eines der wichtigsten Schlüsselthemen. Im Rahmen des Projekts 'Bayern digital' werden wir gemeinsam mit Wissenschaft und Forschung den Freistaat zu einem weltweit anerkannten Zentrum für Digitalisierung und IT-Sicherheit weiterentwickeln", so Herrmann. Der Innenminister bekräftigte, dass die Bayerische Staatsregierung alles unternehmen werde, um sowohl den Bürgerinnen und Bürgern, als auch den im Freistaat tätigen Unternehmen eine sichere Nutzung des Netzes zu ermöglichen.

Die Staatsregierung hat bereits große Anstrengungen unternommen, um Kriminelle im World Wide Web konsequent zu verfolgen. So war Bayern 1995 das erste Bundesland mit einer anlassunabhängigen Netzwerkfahndung zur Ermittlung strafbarer Inhalte im Internet. In den Ballungsräumen München und Nürnberg wurden Schwerpunktkommissariate zur Bekämpfung der Computer- und Internetkriminalität aufgebaut, die seit Juli 2012 durch 25 Internetspezialisten verstärkt werden. "Aufgrund unserer hervorragenden Erfahrungen werden wir diesen Weg fortsetzen und aus dem Stellenkontingent des Doppelhaushaltes 2013/2014 weitere IuK-Kriminalisten ausbilden", so Herrmann. "Darüber hinaus bauen wir derzeit beim Bayerischen Landeskriminalamt ein Dezernat 'Cybercrime' auf und richten flächendeckend bei jeder Kriminalpolizeiinspektion spezialisierte Arbeitsgruppen zur Bekämpfung der Internetkriminalität ein."

Initiative Cybersicherheit

Angesichts zunehmender Gefahren im Netz hat der Bayerische Innenminister im Mai 2013 erstmals eine umfassende Strategie für Cybersicherheit vorgestellt, die auf folgende Handlungsfelder setzt:

  1.     Schutz der Bürgerinnen und Bürger durch Beratung und Sensibilisierung
  2.     Schutz der staatlichen Handlungsfähigkeit, Stärkung der Sicherheitsbehörden
  3.     Schutz der Wirtschaft durch das „Cyber-Allianz-Zentrum Bayern“
  4.     Vernetzung der Akteure
  5.     Koordination im Innenministerium

Die Strategie wird nun entschlossen umgesetzt. Im Juni richtete Herrmann im Innenministerium ein nahes Sachgebiet Cybersicherheit ein. Kurze Zeit später wurde beim Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz ein Kompetenzzentrum zur Beratung der Unternehmen in Bayern geschaffen. Herrmann "Unser neues Cyber-Allianz-Zentrum ist seit Juli 2013 zentraler Ansprechpartner für Wirtschaftsunternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen, wenn der Verdacht eines elektronischen Angriffs besteht". Zum Schutz der Betroffenen gilt dabei bei allen Anfragen absolute Vertraulichkeit.

Vernetzung und Koordination

Besonders wichtig ist dem Innenminister die enge Vernetzung der Akteure: Nahezu alle Lebensbereiche seien inzwischen von der IT-Nutzung geprägt und damit anfällig für Gefahren. „Vernetzung der beteiligten Stellen und Koordination der zahlreichen Anstrengungen auf diesem Gebiet sind daher unumgänglich“, so der Innenminister. Die Wahrnehmung dieser Koordinationsaufgaben ist Aufgabe des neuen Sachgebiets 'Cybersicherheit' im Innenministerium. Dass die Zusammenarbeit nicht nur auf dem Papier stehe, sondern Realität sei, zeige der gemeinsame Messeauftritt mit dem IT-Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung und dem Landesamt für Verfassungsschutz auf der it-sa 2013: "Hier präsentieren sich vereint gleich drei maßgebliche Akteure auf dem Gebiet der Cybersicherheit unter dem Dach eines gemeinsamen Standes."

Herrmann machte aber auch deutlich, dass Kommunen, die Unternehmen und auch die Bürgerinnen und Bürger mehr für die Sicherheit ihrer Daten tun müssen. "Machen Sie von den vorhandenen Sicherungsmöglichkeiten Gebrauch!" Trotz aller Anstrengungen könne der Staat niemals allumfassende Sicherheit garantieren. "Ob privater Internetnutzer oder global agierendes Unternehmen: Sicherheit fängt im eigenen Haushalt, im eigenen Unternehmen an", so Herrmann.

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