Gemeinsam gegen Einbrecherbanden

München, 27. November 2013 (stmi). Bundesweit steigt fast überall die Zahl der Wohnungseinbrüche. Alleine im vergangenen Jahr hat die Versicherungswirtschaft ihren Schaden durch Wohnungseinbrüche auf 600 Millionen Euro taxiert.

Sie können sich und Ihr Eigentum wirkunsgsvoll gegen Einbrecher schützen.
© Polizeiliche Kriminalprävention

Im Vorfeld der Innenministerkonferenz, die von 4. bis 6. Dezember in Osnabrück stattfindet, fordert Staatsminister Joachim Herrmann daher einen noch intensiveren Informationsaustausch zwischen den Polizeiexperten der Länder und des Bundes: "Insbesondere geht es mir darum, überörtlich oder gar international agierenden Einbrecherbanden gemeinsam noch besser das Handwerk legen zu können."

Auf der Konferenz werden Handlungsempfehlungen vorgestellt, die eine Bund-Länder-Projektgruppe unter Federführung des Bayerischen Landeskriminalamtes erarbeitet hat. Darin geht es insbesondere um optimierte Bekämpfungsmöglichkeiten und Strategien, um Täterstrukturen besser zu erkennen.

"Auf dem Informationsaustausch aufbauend sollte jedes Bundesland ein eigenes Bekämpfungskonzept entwickeln und ständig fortschreiben", fordert Staatsminister Herrmann. So gibt es in Bayern seit 2009 ein Rahmenkonzept gegen Wohnungseinbruch. Die Maßnahmen reichen von Prävention bis hin zu fundierter Lagearbeit.

Ebenfalls für dringend erforderlich hält Herrmann weitere wissenschaftliche Untersuchungen mit Blick auf Täter und Opfer von Einbrüchen sowie die Wirksamkeit von Strafverfolgung und -vollstreckung. Aktuell beteiligt sich beispielsweise das Polizeipräsidium München an einer einschlägigen kriminologischen Regionalanalyse, bei der sechs deutsche Großstädte verglichen werden.