Ordensaushändigung an Hans Raidel

München, 27. November 2013 (stmi). Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten hat der Bundespräsident Hans Raidel mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Staatsminister Joachim Herrmann hat die Auszeichnung heute in der Münchner Residenz ausgehändigt.

Staatsminister Joachim Herrmann händigt am 27. November 2013 Hans Raidel das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus.
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Hans Raidel (72) aus Oettingen war von 1970 bis 1991 als Geschäftsführer der Bau- und Wohnungsbau GmbH Nordries (BWG) tätig. Von 1970 bis 1990 war er 1. Bürgermeister der Stadt Oettingen.

Darüber hinaus hatte Herr Raidel über viele Jahre hinweg verschiedene verantwortungsvolle Funktionen inne, unter anderem beim Bayerischen Roten Kreuz als stellvertretender Kreisvorsitzender und als Verbandsvorsitzender der Bayerischen Rieswasserversorgung. Von 1974 bis 1990 war er Mitglied des Bezirkstags Schwaben. Besonders engagierte sich Hans Raidel für den Ausbau des kulturellen Lebens: Zum Beispiel für die Förderung des Rieser Bauernmuseums Maihingen, des Käthe-Kruse-Museums Donauwörth und des Rieskrater-Museums. Seit 1972 ist Raidel ununterbrochen Mitglied im Kreistag des Landkreises Donau-Ries. In dieser Zeit hat er maßgeblich zu zahlreichen bedeutsamen Maßnahmen beigetragen. So etwa zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung im Landkreis durch den Neubau der Donau-Ries-Klinik in Donauwörth, zur Gründung des gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU), zum Abschluss der Generalsanierung des Stiftungskrankenhauses in Nördlingen, zu zahlreichen Investitionen in die Bildung, insbesondere zu den Erweiterungsmaßnahmen am Albrecht-Ernst-Gymnasium Oettingen i.Bayern. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit war die Förderung der Völkerverständigung und der kommunalen Partnerschaften im Rahmen der europäischen Einigung, ganz besonders zwischen dem Bezirk Schwaben und dem Departement Mayenne.

Von 1990 bis 2009 vertrat Raidel als Mitglied des Deutschen Bundestages die Interessen der Menschen auf höchster Ebene, sowohl im Verteidigungsausschuss, den Ausschüssen für Bau, Haushalts, Rechnungsprüfung und im Auswärtigen Ausschuss. Als Landesvorsitzender des Wehrpolitischen Arbeitskreises (WPA) prägte Raidel die engen Beziehungen zwischen der politischen Bühne in Bonn und Berlin zur heimischen wehrtechnischen Industrie. Zudem organisierte Hans Raidel die wehrtechnischen Kongresse des WPA und leitete den strukturellen Reformprozess des Verbandes ein. Seit März 2010 ist er Mitglied des Beirates für Fragen der Inneren Führung im Bundesministerium der Verteidigung. Herr Raidel ist seit Juni 2010 Mitglied des Beirates für Raumentwicklung im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.