Aufnahme syrischer Bürgerkriegsflüchtlinge

München, 14. Januar 2014 (stmi). Die Aufnahme von weiteren 5.000 syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen in Deutschland hat begonnen. Rund 15 Prozent der Plätze stehen für Bayern zur Verfügung. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann begrüßte die deutliche Verfahrensbeschleunigung.

Aufnahme syrischer Bürgerkriegsflüchtlinge in Deutschland
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Ab sofort können in Bayern lebende Syrer oder syrisch-stämmige Deutsche, die Verwandte für die Dauer des Bürgerkriegs bei sich aufnehmen wollen, die erforderlichen Antragsformulare bei den Ausländerbehörden ausfüllen. Antragsfrist ist der 28. Februar 2014.

Staatsminister Herrmann begrüßte, weiteren Bürgerkriegsflüchtlingen Schutz gewähren zu können: „Entsprechend meinen Vorschlägen werden mit der neuen Aufnahmeanordnung vorrangig Personen mit verwandtschaftlichen Beziehungen zu Deutschland berücksichtigt“. Die Auswahlentscheidung trifft das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf Vorschlag der Ausländerbehörden. Vorrangig werden Personen berücksichtigt, für die Angehörige eine Verpflichtungserklärung abgeben oder einen Beitrag zur Unterbringung und Lebensunterhaltssicherung zusichern.

Ein Registrierungsverfahren beim UNHCR findet nicht mehr statt. Personen, die bereits für das erste Kontingent im vergangenen Jahr bei UNHCR im Internet registriert wurden, aber bislang nicht berücksichtigt werden konnten, sollten erneut bei der örtlichen Ausländerbehörde gemeldet werden. Der Datenbestand von UNHCR kann nach Auskunft der Bundesbehörden nicht automatisch übernommen werden.

Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen Ausländerbehörden.