Statistisches Jahrbuch 2014

München, 29. Dezember 2014 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat heute das Statistische Jahrbuch 2014 vorgestellt.

Auszug Titelbild des Statistischen Jahrbuchs für Bayern 2014
© Bayerisches Landesamt für Statistik

Bayern bleibt ungebrochen attraktiv. 2013 sind gegenüber dem Vorjahr nochmals fast 85.000 Einwohner hinzugekommen. „Das ist insbesondere eine enorme Herausforderung für unseren Wohnungsmarkt“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann anlässlich der Vorstellung des Statistischen Jahrbuches 2014. Die Anziehungskraft Bayerns komme aber nicht von ungefähr. Denn die bayerische Wirtschaft präsentierte sich 2013 wieder in bester Verfassung. Im ersten Halbjahr 2014 ist das Bruttoinlandsprodukt um 2,3 Prozent gewachsen. Das übersteigt den deutschlandweiten Wert von 1,7 Prozent deutlich. Auch am Arbeitsmarkt ist Bayern führend: mit 3,4 Prozent Arbeitslosen (November) die niedrigste Arbeitslosenquote in ganz Deutschland, deutlich unter dem Bundeswert von 6,3 Prozent.

12,6 Millionen Menschen leben in Bayern

Zwischenzeitlich leben über 12,6 Millionen Menschen im Freistaat Bayern. Es gab 2013 sogar 109.562 Geburten – und damit noch einmal fast 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr – dennoch stehen 17.341 mehr Sterbefälle den Geburten gegenüber. Das Bevölkerungswachstum geht auf die seit Jahren anhaltende Zuwanderung zurück. Es ziehen deutlich mehr Menschen nach Bayern zu als weg: fast 98.000 Menschen (97.647) im Jahr 2013. Fast jeder fünfte Einwohner Bayerns (2.491.000) hat seine Wurzeln im Ausland. Davon wurden rund 30 % (792.000) bereits in Deutschland geboren und über die Hälfte (1.322.000) hat sogar die deutsche Staatsangehörigkeit.

Bauen – das Gebot der Stunde

Mit über 47.000 Neuwohnungen wurden 2013 gegenüber dem Vorjahr um ganze 14 Prozent mehr Wohnungen gebaut - gut 50 Prozent mehr als seit dem historischen Tiefstand der Wohnungsbautätigkeit 2009 mit 31.335 Wohnungen. Positiv ist auch der Trend bei den Baugenehmigungen: 2013 wurden fast zwei Drittel (59,7 Prozent) mehr Wohnungen als 2008 genehmigt und über fünf Prozent mehr als 2012, insgesamt fast 56.000 Wohnungen.

9,2 Millionen Kraftfahrzeuge

Noch schneller als die Einwohnerzahl wächst der Autoverkehr in Bayern. Waren 1970 nur 3,14 Millionen Kraftfahrzeuge auf Bayerns Straßen unterwegs, waren es Anfang 2014 über 9,2 Millionen Kraftfahrzeuge. Rein rechnerisch hatte damit nur noch jeder vierte Bayer kein Kfz. Seit 2000 haben die Verkehrsunfälle gleichwohl nur um zirka zehn Prozent zugenommen, Verkehrsunfälle mit Personenschaden sind seither sogar um fast 20 Prozent zurückgegangen. Insgesamt gab es 51.819 Verkehrsunfälle mit Personenschäden im Jahr 2013, die meisten an einem Freitag (8.317), die wenigsten an Sonntagen (4.940).

Weitere Zahlen aus dem Jahrbuch

Bayern hatte 2013 gut 6,12 Millionen Haushalte. 59.623 Paare schlossen im Jahr 2013 den Bund fürs Leben, 24.797 Paare beendeten ihn durch Scheidung. 25.231 Ärzte in freier Praxis behandelten die bayerische Bevölkerung. In ihrer Freizeit hatten die Menschen im Freistaat die Wahl zwischen 12.105 Sportvereinen und -abteilungen, in fast 28 Prozent aller privaten Haushalte stand 2013 außerdem ein Hometrainer.

Bezug

Das Statistische Jahrbuch für Bayern 2014 kann als Druckversion für 39.- Euro bzw. als CD-ROM für 12.- Euro beim Bayerischen Landesamt für Statistik erworben werden. Für weitere Auskünfte und Bestellungen steht der Vertrieb des Landesamts zur Verfügung. E-Mail: vertrieb@statistik.bayern.de.