Tag der Städtebauförderung

Fürth, 8. Mai 2015 (stmi). Bauminister Joachim Herrmann hat anlässlich des bundesweit ersten Tags der Städtebauförderung den Spatenstich für den Erweiterungsbau zum Jüdischen Museum Franken in Fürth gesetzt. Die Städtebauförderung unterstützt den modernen Anbau mit rund 3,4 Millionen Euro.

Erweiterungsbau Jüdisches Museum Franken
© Architekturbüro Manz

Dieses Jahr findet zum ersten Mal der bun­des­weite „Tag der Städtebauför­derung“ statt. Diese ge­mein­same Initiative von Bund, Län­dern, Städte­tag sowie Städte- und Ge­mein­de­bund soll die über 40-jäh­rige Er­folgs­geschichte der Städtebau­för­de­rung für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort er­lebbar machen. Mehr als 570 Kommunen aus dem ganzen Bundesgebiet nehmen an diesem Aktionstag teil. Neben dem Spatenstich zur Erweiterung des Jüdischen Museums Franken finden am 09. Mai 2015 in Fürth weitere Stadtspaziergänge statt. Dabei sollen an verschiedenen umgesetzten Maßnahmen die bisherigen Er­fol­ge der Städ­te­bauförderung in Fürth verdeutlicht werden.

In einem ehemaligen jüdischen Wohnhaus aus dem 17. Jahrhundert

Das Jüdische Museum Franken ist eines der bedeutendsten Museen für jüdische Geschichte und Kultur in Deutschland. Es stellt ein wichtiges Zentrum der Begegnung, der Kommunikation und des Lernens über die jüdische Kultur und Geschichte in Franken dar. Mit dem Neubau entstehen Räume für Wechselausstellungen, ein Veranstaltungsraum, eine Studienbibliothek sowie ein großzügiges Foyer mit Café und Shop. Der von den Architektengemeinschaft Gatz und Manz Architekten Bamberg geplante, kubische Anbau fügt sich in die bestehende Situation ein und erhält den historischen Altbau fast unangetastet. Das rund 5,6 Millionen Euro teure Neubauprojekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Innenstadt von Fürth. Aufgrund dieser besonderen Strukturbedeutung konnte über den Regelfördersatz von 60% eine Beteiligung der Städtebauförderung von 80% bereitgestellt werden.

115 Millionen Euro für Strukturprogramm Nürnberg/Fürth

Das Vorzeigeprojekt ist Teil eines 115 Millionen Euro starken Strukturprogramms, das die Bayerische Staatsregierung Ende 2009 im Zuge der Insolvenz des Quelle-Konzerns zur Unterstützung der Städte Nürnberg und Fürth aufgelegt hatte. Das Strukturprogramm Nürnberg/Fürth trägt zur Stärkung und Entwicklung der Innenstadt Fürth bei. Im Zuge des Sonderprogramms unterstützt die Städtebauförderung folgende weitere Projekte in Fürth: Errichtung des Ludwig-Erhard-Zentrums, Umbau und Sanierung des Jugendhaues Otto und die Sanierung und der Umbau der ehemaligen Schickedanz-Villa zur Wilhelm-Löhe-Hochschule.