Zugunglück von Bad Aibling: Herrmann dankt Einsatzkräften

München, 16. Februar 2016 (stmi). Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann hat im Ministerrat den herausragenden Einsatz von Rettungsdienst und Feuerwehr beim Zugunglück in der Nähe von Bad Aibling am vergangenen Dienstag gewürdigt.

Großes bayerisches Staatswappen
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Der Minister dankte den Verantwortlichen der Integrierten Leitstelle sowie allen beteiligten in- und ausländischen Einsatzkräften für ihr beispielloses Engagement und den reibungslosen Ablauf des Hilfseinsatzes. Herrmann: „Was hier geleistet wurde, war übermenschlich und höchst beeindruckend. Die deutschen und österreichischen Einsatzkräfte waren unverzüglich zur Stelle und arbeiteten hoch professionell. Ihnen allen spreche ich meinen Dank und meine größte Anerkennung aus.“ Zum Ablauf des Rettungseinsatzes teilte Herrmann mit, dass über die allgemeine Notrufnummer 112 um 6.50 Uhr, also unmittelbar nach dem Unglück, der erste Notruf einer Passagierin aus dem hinteren Abteil eines Zuges bei der Integrierten Leitstelle Rosenheim (ILS) einging, danach fast zeitgleich vier weitere Notrufe von Passagieren beider Züge. Herrmann: „Dank der europaweit geltenden allgemeinen Notrufnummer 112 konnte die ILS auf dieser Grundlage die erforderlichen Einsatzkräfte von Feuerwehr und der Hilfsorganisationen präzise und unmittelbar über einen sogenannten Massenanfall an Verletzten mit über zehn verletzten Personen informieren.“ Die ersten Einsatzkräfte kamen kurz darauf zum Unglücksort. Gegen 10.00 Uhr desselben Tages konnte die letzte Person aus den verunglückten Zügen gerettet werden. Bei dem Zusammenstoß kamen elf Menschen ums Leben, 21 Personen wurden schwer und 63 leicht verletzt. Damit handelt es sich um eines der schwersten Zugunglücke in der Geschichte Bayerns. Herrmann: „Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der verstorbenen Opfer. Den Verletzten wünsche ich rasche und vollständige Genesung.“

Rund 700 Einsatzkräfte und beeindruckende Solidarität

Während des gesamten Rettungseinsatzes waren rund 700 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Bayerischen Roten Kreuzes, des Österreichischen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes, des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Johanniter-Unfallhilfe, der Berg- und Wasserwacht, der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft, der Ambulanz Rosenheim, des Technischen Hilfswerkes, der Bayerischen Polizei und der Bundespolizei sowie Kriseninterventionshelfer vor Ort. Eingesetzt waren insgesamt 12 Hubschrauber der Bayerischen Polizei, der Bundespolizei, der Bundeswehr, des ADAC und der DRF–Luftrettung. Weitere fünf Hubschrauber aus Österreich kamen zum Einsatz. „Dank sage ich ausdrücklich auch den etwa 85 österreichischen Einsatzkräften aus Kufstein, Schwaz und Kitzbühel, darunter acht Notärzte. Die gute Nachbarschaft mit Österreich hat sich hier einmal mehr bewährt“, so Herrmann. Von den 231 eingesetzten Fahrzeugen kamen 20 Rettungstransportwagen aus Österreich. Beeindruckt zeigte sich das Kabinett auch von der großen Hilfsbereitschaft in der bayerischen Bevölkerung. Zahlreiche Menschen folgten den öffentlichen Aufrufen und spendeten Blut. „Das ist ein beeindruckendes Beispiel gelebter mitmenschlicher Solidarität“, so Herrmann.