Mehr Sicherheit beim Motorradfahren

Kulmbach, 25. April 2016 (stmi). Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann setzt sich seit Jahren für mehr Sicherheit beim Motorradfahren ein. Das hat der Minister heute als Schirmherr der 16. Motorradsternfahrt nach Kulmbach deutlich gemacht, dem größten Bikertreffen Süddeutschlands.

Innenminister Joachim Herrmann besucht die Infostände rund um Verkehrssicherheit anlässlich der Motorradsternfahrt in Kulmbach am 26. April 2015
© Bayerns Polizei

"Mit unserem Verkehrssicherheitsprogramm 'Bayern mobil – sicher ans Ziel' nehmen wir die Unfallgefahren für Motorradfahrer auf Bayerns Straßen besonders ins Visier", erklärte Herrmann. "Vor allem beim Abbiegen, Überholen oder in Kurven passieren häufig schwere Unfälle." Im Mittelpunkt stehe insbesondere die Vernunft der Motorradfahrer. "Fahren Sie stets vorsichtig, nicht zu schnell und achten Sie auch auf die richtige Schutzkleidung", appellierte Herrmann. In diesem Zusammenhang stellte der Minister auch das neue Gewinnspiel zur Verkehrssicherheit  unter dem Motto 'Der Stärkere gibt nach' vor (siehe www.sichermobil.bayern.de). Es geht dabei um besondere Rücksicht auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer und um gegenseitige Fairness. Zu gewinnen gibt es als Hauptpreis einen MINI Cooper Cabrio, daneben zehn Sparkassenbücher zu je 1.000 Euro und viele weitere attraktive Preise.

Motorradfahrer: stark und schwach zugleich

Wie Herrmann betonte, gehört zum gelungenen Start in die Motorradsaison auch eine technische Überprüfung der Maschine. "Vor allem Bremsen, Licht, Reifen und Fahrwerk müssen unbedingt mängelfrei sein", erläuterte Herrmann. Sehr wertvoll sind laut Herrmann auch Fahrsicherheitstrainings, um das eigene Fahrkönnen gerade in Gefahrensituationen zu verbessern: "Motorradfahrer sind stark und schwach zugleich." Beispielsweise biete der Landesverband der Bayerischen Fahrlehrer im Vorfeld der Kulmbacher Motorradsternfahrt landesweit rund ein Dutzend kostenloser Fahrsicherheitstrainings an.

Gebaute Verkehrssicherheit

Ebenfalls ein Schwerpunkt im bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm ist nach den Worten Herrmanns die 'gebaute' Sicherheit. "Beispielsweise rüsten wir verstärkt Bundes- und Staatsstraßen mit einem speziellen Unterfahrschutz an den Schutzplanken aus", so der Minister. "Damit können wir verhindern, dass Motorradfahrer bei einem Sturz unter die Schutzplanke rutschen und sich dabei verletzen oder gar zu Tode kommen." Seit 2010 wurden laut Herrmann rund 600 Kurven auf einer Länge von mehr als 80 Kilometern für etwa 3,4 Millionen Euro mit einem Unterfahrschutz ausgestattet. Seither sind an diesen Streckenabschnitten keine Motorradfahrer mehr ums Leben gekommen. Nach Angaben des Ministers sind für die 'gebaute' Verkehrssicherheit bis 2020 insgesamt rund 440 Millionen vorgesehen.

Weniger Unfälle

Die Zahl der Motorradunfälle in Bayern ist 2015 im Vergleich zum Vorjahr von 9.470 auf 9.411 leicht zurückgegangen. 140 Biker kamen 2015 bei Verkehrsunfällen ums Leben, 13 Tote mehr als 2014. 8.365 Motoradfahrer wurden bei den Unfällen verletzt (2014: 8.402). Mehr als zwei Drittel der tödlichen Motorradunfälle haben Motorradfahrer selbst verursacht (99). Die häufigsten Unfallursachen waren nicht angepasste Geschwindigkeit (29 Unfälle) und fehlerhaftes Überholen (23 Unfälle). Nähere Informationen zur traditionellen Motorradsternfahrt nach Kulmbach und ihren Partnern wie unter anderem Antenne Bayern, der Bayerischen Polizei, der Kulmbacher Brauerei, dem Landesverband der Bayerischen Fahrlehrer, dem ADAC, dem TÜV, der Landesverkehrswacht Bayern und der Stadt Kulmbach sind im Internet unter www.motorradsternfahrt.de abrufbar.