Über 13.000 Einbürgerungen in Bayern

München, 13. Mai 2016 (stmi). Im Jahr 2015 ist die Gesamtzahl der Einbürgerungen in Bayern mit 13.373 im Vergleich zum Vorjahr mit 13.351 leicht gestiegen. 4.753 Eingebürgerte, mehr als ein Drittel, stammen aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union – darunter 947 Rumänen, 678 Polen, 595 Kroaten, 499 Italiener und 443 Bulgaren.

Innenminister Joachim Herrmann mit fünf Mitbürgerinnen und Mitbürgern, denen er ihre Einbürgerungsurkunden überreicht hat
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Diese Zahlen hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann für das Jahr 2015 vorgestellt. „Die Türkei belegt 2015 wie auch in den Vorjahren die Spitzenposition bei den Einbürgerungen von Staaten außerhalb der Europäischen Union. 1.979 Türken, also umgerechnet 14,8 Prozent aller Einbürgerungen, bekamen 2015 die deutsche Staatsbürgerschaft.“ Herrmann machte erneut deutlich, dass die Einbürgerung den Abschluss und Höhepunkt eines gelungenen Integrationsprozess bildet. Fünf neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus Mexiko, Finnland, Iran, Indien und Frankreich überreichte er stellvertretend als Anerkennung für ihre Integrationsleistung ihre Einbürgerungsurkunde.

Abschluss gelungener Integrationsprozesse

11.232 Eingebürgerte und ihre Familienangehörigen, also 84 Prozent, hatten einen gesetzlichen Anspruch auf Einbürgerung. In 16 Prozent der Fälle, also 2.141 Einbürgerungen, handelt es sich um Ermessenseinbürgerungen, darunter 690 Ehegatten deutscher Staatsangehöriger. Nach der Türkei gehören zu den Hauptherkunftsstaaten außerhalb der Europäischen Union wie auch in den Vorjahren die Nachfolgeländer des früheren Jugoslawien mit 889 Personen, die Ukraine mit 656 Personen, der Irak mit 507 Personen, die Russische Föderation mit 404 Personen, Afghanistan mit 303 Personen und schließlich Vietnam mit 257 Personen.

Einbürgerungsurkunden überreicht

Nach der Vorstellung der neuen Zahlen überreichte der Bayerische Innenminister fünf ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern ihre Einbürgerungsurkunden: Einem Mexikaner, der seit 2006 in Deutschland lebt und bei einem großen Industriekonzern tätig ist - einem finnischen Politikwissenschaftler, der 2012 nach Deutschland gekommen ist und als Journalist arbeitet - einer Iranerin, ebenfalls seit 2012 in Deutschland, die derzeit im Fach Psychologie promoviert – einem Inder, der im Fach Wirtschaftswissenschaften an einer deutschen Universität promoviert hat und bei einem deutschen Industriekonzern tätig ist – einer Französin, die seit 2008 in Deutschland lebt, als Immobilienmaklerin arbeitet, ehrenamtlich als Präsidentin des UFE Bayern e.V. (I'Union des Francais de I'Etranger de Bavière) tätig ist und im Jahr 2010 für die Rettung Ertrinkender durch die Regierung von Oberbayern ausgezeichnet worden ist. Dazu Herrmann: „Die unterschiedlichen Lebensläufe zeigen deutlich, welche Erfolgschancen ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserem Land bei entsprechender Qualifikation haben können. Ich freue mich, dass Sie sich für den Schritt zum Erwerb der Deutschen Staatsangehörigkeit entschieden haben.“