Herrmann nimmt an Wehrübung teil

München, 29. August 2016 (stmi): Mit einem umfangreichen und vielfältigen Programm versehen ist die Wehrübung, die Innenminister Joachim Herrmann vom Montag, den 29. August bis zum Freitag, den 9. September 2016 im  Reservedienst beim Landeskommando Bayern der Bundeswehr ableistet.

Oberstleutnant der Reserve Herrmann bei seiner Wehrübung
© Monden, Bundeswehr

Herrmann bekleidet während seiner Wehrübung als Oberstleutnant der Reserve den Posten eines Stabsoffiziers im Bereich der zivilmilitärischen Zusammenarbeit. Der Minister erhält dabei einen Einblick in verschiedenste Aufgaben und Szenarien der Bundeswehr, von der Ausbildung und Weiterbildung über den aktuellen Stand der Informationstechnologie bis hin zur Sportförderung und der Arbeit eines Hubschraubergeschwaders. Herrmann: "Die enge Zusammenarbeit mit der Bundeswehr ist elementarer Bestandteil meiner Arbeit als Innen-, Bau- und Sportminister. Insbesondere ist die Unterstützung durch die Bundeswehr bei Katastrophen oder besonderen Unglücksfällen ein unverzichtbarer Bestandteil in unserem bayerischen Hilfeleistungssystem." Seine besondere Aufmerksamkeit gelte deshalb insbesondere den vielen wertvollen Hilfestellungen der Bundeswehr im Innern etwa bei Hochwasser und Schneekatastrophen, Waldbränden und sonstigen schweren Unglücksfällen.

Aus voller Überzeugung Teil der Truppe

Herrmann informiert sich während seines Reservedienstes auch über die Baumaßnahmen, die von der bayerischen Staatsbauverwaltung im Auftrag des Bundes an einigen bayerischen Standorten übernommen wurden. Beim Besuch der Sportfördergruppen der Bundeswehr möchte sich Herrmann auch Anregungen für die Spitzensportförderung bei der Bayerischen Polizei holen. Der Bayerische Innenminister wird darüber hinaus auch den Bundeswehr-Einsatz im Innern bei akuter Terrorgefahr thematisieren und mit dem bayerischen Landeskommando mögliche Entscheidungsabläufe im Ernstfall besprechen. Herrmann sieht seine Wehrübung aber nicht nur als Informationsveranstaltung über aktuelle Entwicklungen und Arbeitsweisen der Bundeswehr: "Ich will vielmehr aus voller Überzeugung Teil der Truppe sein. Ich möchte dabei Solidarität und Kameradschaft mit allen Reservisten der Bundeswehr demonstrieren, aber auch zeigen, dass die bayerische Staatsregierung voll hinter unserer Bundeswehr steht."

Ausbau der General-Fellgiebel-Kaserne in Pöcking

Unter anderem besucht Herrmann bei seiner Wehrübung die Führungsunterstützungsschule in Feldafing, wo er einen Einblick in die aktuelle Informationstechnologie durch IT-Beauftragte der Bundeswehr und in ausgewählte Ausbildungseinrichtungen erhält. Die Führungsunterstützungsschule Feldafing soll mit der General-Fellgiebel-Kaserne in Pöcking an einem Standort räumlich zusammengeführt werden. "Die Bauarbeiten für die rund 100 Millionen Euro teure Erweiterung der Schule in Pöcking sind in vollem Gange. Größte Einzelbaumaßnahme ist die Errichtung eines Lehrsaalgebäudes für 48 Millionen Euro. Bis 2019 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein", so Herrmann. Weiter kündigte er an, dass die Liegenschaft in Feldafing nach Fertigstellung der Infrastruktur in Pöcking ab 2020 aufgegeben werden kann. Die Gemeinde Feldafing hat bereits ihr Interesse an der Liegenschaft in Feldafing bekundet. Durchgeführt werden die Baumaßnahmen durch das Staatliche Bauamt Weilheim. Die Bayerische Staatliche Bauverwaltung übernimmt im Rahmen der Organleihe die Baumaßnahmen des Bundes. Im Jahr 2015 sind insgesamt für die Baumaßnahmen des Bundes rund 360 Millionen Euro in Bayern von  den 22 Staatlichen Bauämtern umgesetzt worden. Ein Schwerpunkt liegt hierbei bei den Baumaßnahmen der Bundeswehr.

Von der Sportfördergruppe bis zum Hubschraubergeschwader

In Wiesbaden besucht Herrmann das Oberkommando der US-Armee in Europa. Dabei wird er unter anderem über die obersten Befehls- und Führungsstrukturen der amerikanischen Streitkräfte in Europa informiert. Im oberbayerischen Oberjettenberg werden Herrmann bei der wehrtechnischen Dienststelle verschiedene Materialien und Verfahren demonstriert und wie technische Veränderungen erprobt oder erforscht werden. In Bischofswiesen informiert die Bundeswehr den bayerischen Sportminister über aktuelle Besonderheiten der Sportfördergruppe Bischofswiesen sowie über die Trainingsanlagen, die unter anderem auch von der bayerischen Polizei genutzt werden. Von den drei Regionalstäben der Bundeswehr in Bayern, die Kontaktstellen für die zivilmilitärische Zusammenarbeit sind, besucht der bayerische Innenminister den fränkischen Standort, den Regionalstab Nord in Nürnberg. Dort erhält er ein Briefing über die Gliederung des Regionalstandortes, über dessen Auftrag sowie über aktuelle Besonderheiten. Bei einer sicherheitspolitischen Informationsveranstaltung im Rahmen der Weiterbildung von Offizieren und Unteroffizieren spricht der bayerische Innenminister über das Thema Sicherheitspolitik in Bayern. Auch beim sicherheitspolitischen Sommergespräch der Versicherungskammer Bayern wird Herrmann im Rahmen seiner Wehrübung zu hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Bundeswehr über die aktuelle Sicherheitslage im Freistaat sprechen. In Ulm besucht Innenminister Joachim Herrmann das multinationale Kommando operationale Führung und informiert sich dort über die Rolle der Bundeswehr beim internationalen Einsatz mit Streitkräften anderer Länder.

Zahlreiche Wehrübungen

In Laupheim wird der bayerische Innenminister in die Aufgaben, in Auftrag und aktuelle Besonderheiten des Hubschraubergeschwaders 64 eingewiesen. Herrmann: "Die Hubschrauber der Bundeswehr sind wichtige Partner und Helfer im Katastrophenschutz, wie etwa bei Waldbränden oder bei Hochwasserlagen." Im Fliegerhorst Penzing und bei den Luftlande- und Lufttransporteinheiten in Altenstadt erfährt Herrmann aktuelle Besonderheiten des neuen Ausbildungsstützpunktes, wird über die Trainingsstätte und Ausbildungseinrichtungen informiert und trifft die erfolgreichen Fallschirmspringer der Einheit. Herrmann hatte 1975//76 seinen 15-monatigen Grundwehrdienst in Mellrichstadt und Hammelburg in Unterfranken geleistet. Er absolvierte die Ausbildung zum Reserveoffiziersanwärter und Fahnenjunker und durchlief in den folgenden Jahren in zahlreichen Wehrübungen bis heute die volle Reserveoffizierslaufbahn bis zum Oberstleutnant der Reserve.