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© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Radverkehrsprogramm Bayern 2025

München, 23. Februar 2017 (stmi). Mit dem neuen Radverkehrsprogramm Bayern 2025, das  Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann auf der Freizeitmesse f.re.e in München vorgestellt hat, kommt der Radverkehr in Bayern mächtig in Schwung.

Innenminister Joachim Herrmann auf einem Fahrrad
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

„Bayern soll bis 2025 ein durchgängiges Radverkehrsnetz erhalten. Dabei wollen wir auch die Infrastruktur sowie die Verkehrssicherheit für Radler weiter verbessern“, kündigte Herrmann an. 400 Millionen Euro sollen von 2016 bis 2025 vor allem in den Radwegebau entlang von Bundes- und Staatsstraßen investiert werden. Bis zum Jahr 2025 soll der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen in Bayern von gegenwärtig 10 Prozent auf 20 Prozent steigen. Bei allen Aktivitäten der Radverkehrsförderung sind die Kommunen in Bayern unsere wichtigsten Partner. Damit die Bürgerinnen und Bürger sich besser orientieren können und sicher mit dem Fahrrad unterwegs sind, sollen die Strecken im Radverkehrsnetz einheitlich beschildert werden. „Wir werden nicht nur unsere eigenen Radwege noch besser beschildern, sondern übernehmen auch die Kosten für die wegweisende Beschilderung der Kommunen“, betonte Herrmann heute.

4.000 Fahrradabstellplätze pro Jahr

Damit noch mehr Menschen auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel umsatteln, will Herrmann das Fahrrad besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln verknüpfen. „Bis zu 4.000 Fahrradabstellplätze sollen pro Jahr an Bahnhöfen und Haltestellen errichtet werden, in Kommunen mit besonderem Handlungsbedarf wollen wir bereits in diesem Jahr kräftig investieren“, so Herrmann. Ziel sei es außerdem, die Fahrradmitnahme im Schienenpersonennahverkehr zu verbessern.

Unfallzahlen sollen sinken

Innenmnister Herrmann mit einem Aufkleber "Stopp Schulwegparker"
© AGFK/Tobias Hase

Trotz des zunehmenden Anteils von Radfahrern am Verkehrsaufkommen will Herrmann die Unfallzahlen mit Radfahrern senken. So wird beispielsweise die Polizei ihre bewährte Verkehrserziehung in den Grundschulen fortsetzen. Auch das bayerische  Verkehrssicherheitsprogramm „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ setzt bei den Fahrradfahrern einen Schwerpunkt. Wie Herrmann außerdem betonte,  ergeben sich im Lieferverkehr für Fahrräder neue Perspektiven, insbesondere durch den neuen Trend zu Pedelecs und E-Bikes. Im Rahmen der „Logistik Initiative Bayern“ unterstützt der Freistaat Bayern zwei Modellprojekte mit elektrisch betriebenen Lastenfahrrädern in Nürnberg. Herrmann: „Wir freuen uns über jeden, der gerne Fahrrad fährt und selbstverständlich das Fahrrad im Alltag nutzt.“