Vernetzungstreffen der hauptamtlichen Integrationslotsen in Nürnberg

Nürnberg, 18. Juli 2018 (stmi). Auf Einladung von Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann haben sich heute in Nürnberg Bayerns hauptamtliche Integrationslotsen zum jährlichen Vernetzungstreffen eingefunden. Rund 80 Teilnehmer tauschten sich über ihre Erfahrungen und Erfolge aus.

Bayern unterstützt Ehrenamtliche bei der Integrationsarbeit: Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann lädt zum Vernetzungstreffen der hauptamtlichen Integrationslotsen nach Nürnberg ein.
© Christoph Schedensack

Schwerpunkte waren die Integration in Vereinen, insbesondere im Sport, das Thema Wohnen, die Wertevermittlung und die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher. "Mit unseren hauptamtlichen Integrationslotsen geben wir den ehrenamtlich Engagierten kompetente Ansprechpartner in den Kommunen an die Hand", erklärte der Minister. Hierfür stehen dieses Jahr 6,5 Millionen Euro zur Verfügung, die bestens investiert sind, wie Herrmann findet: "Eine gelingende Integration stärkt den Zusammenhalt unserer gesamten Gesellschaft. Wir unterstützen daher die wertvolle Integrationsarbeit der Ehrenamtlichen nach Kräften." Bereits in 74 von 96 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten fördert der Freistaat mittlerweile hauptamtliche Integrationslotsen. Der Minister appelliert daher an die verbleibenden Kommunen: "Nehmen Sie unser Förderangebot wahr und unterstützen Sie die Ehrenamtlichen in Ihrem Landkreis mit einem hauptamtlichen Integrationslotsen. Das kommt uns allen zugute."

Großes ehrenamtliches Engagement

"Bayern ist das Land der gelingenden Integration, weil wir die Integration wie kein anderes Bundesland fordern und fördern. Einen ganz besonderen Anteil daran haben aber vor allem auch unsere bayerischen Bürgerinnen und Bürger mit ihrem großartigen Engagement. Denn es sind die Ehrenamtlichen, die die Integration vor Ort tagtäglich mit Leben erfüllen", betonte Herrmann. "Die wertvolle Integrationsarbeit der ehrenamtlichen Helfer verdient daher größten Respekt und unsere Unterstützung", unterstrich der Integrationsminister.

Wie Herrmann darlegte, könne der Staat freiwilliges Engagement weder verlangen noch mit Geld aufwiegen. Aber er könne eine Kultur der Anerkennung, der Initiative und der Unterstützung schaffen, damit sich Menschen gerne engagieren. "Dazu braucht es ein Grundvertrauen des Staates in seine Bürger. Es braucht Raum für Kreativität, Eigenverantwortung und eigene Initiative. Und es braucht Verlässlichkeit durch gute Rahmenbedingungen. Das ist unsere bayerische Ehrenamtsphilosophie", erläuterte der Minister. Gemeinsam mit den Landkreisen, Städten und Gemeinden stehe der Freistaat den Ehrenamtlichen hier als starker Partner zu Seite.

Seit Mai 2017 fördert der Freistaat hauptamtliche Integrationslotsen, zunächst in 25 Modellkommunen, inzwischen bayernweit. Sie sind auf kommunaler Ebene tätig und wirken als Koordinatoren und Netzwerker. Sie unterstützen, informieren und schulen die Ehrenamtlichen des jeweiligen Landkreises in allen Belangen der Integration. Zusätzlich umfasst ihr Angebot aber auch den Themenkreis Asyl.

Näheres zum bayernweiten Projekt ‚Hauptamtliche Integrationslotsinnen und Integrationslotsen‘ finden Sie hier.