Innenminister Joachim Herrmann mit Angehörigen der Wasserwacht
© Christoph Schedensack

Blaulichtempfang "Sicheres Bayern"

Prien, 28. Juli 2018 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat auf dem Blaulichtempfang "Sicheres Bayern" vier Arbeitgeber mit der Auszeichnung "Ehrenamtsfreundlicher Betrieb – Gemeinsam für mehr Sicherheit" gewürdigt.

Mit den Firmen Fischer Formtechnik GmbH und Infineon Technologies AG, dem Mammendorfer Institut für Physik und Medizin GmbH sowie der Versicherungskammer Bayern sind erstmalig vier Arbeitgeber aus dem Bezirk Oberbayern geehrt worden. Herrmann sagte dazu: "Der Bayerischen Staatsregierung ist es wichtig, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass funktionierende Gefahrenabwehr neben dem Einsatz aller Ehrenamtlichen auch ein großes Engagement der Arbeitgeber voraussetzt. Ein ehrenamtliches Engagement ist oft nur möglich, wenn aktive Bürger und ihre Arbeitgeber zum Wohl unseres Landes an einem Strang ziehen."

Kampagne "Doppelt engagiert"

Das Innenministerium hat deshalb auch die bayernweite Kampagne "Doppelt engagiert" ins Leben gerufen, die den Arbeitgebern aufzeigt, dass das ehrenamtliche Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr, in den freiwilligen Hilfsorganisationen und beim THW von Leistungsbereitschaft, Teamfähigkeit, Stressresistenz und hoher Motivation zeugt. Nach den Worten Herrmanns "alles großartige Eigenschaften, die Ehrenamtliche auch an ihrem Arbeitsplatz einbringen". Schutz und Hilfe für die Bevölkerung zu jeder Tages- und Nachtzeit könne es nur geben, wenn hinter den vielen ehrenamtlichen Helfern Arbeitgeber stehen, die ihren Mitarbeitern trotz möglicher Auswirkungen auf den Betriebsablauf "im Einsatz" den Rücken frei halten.

Herrmann ergänzte, dass man in keinem anderen Land unserer Bundesrepublik eine so aktive Bürgergesellschaft und einen so starken freiwilligen Einsatz für die Gemeinschaft wie in Bayern finde: "Von den rund 450.000 Einsatzkräften, die bei Feuerwehren, Technischem Hilfswerk und freiwilligen Hilfsorganisationen aktiv sind, engagieren sich rund 430.000 ehrenamtlich. Wir können mit Stolz sagen: Bayern ist Ehrenamtsland!"

184 Millionen Euro Fördergelder

Der Freistaat unterstütze dieses Engagement nach Kräften, zum Beispiel habe die Staatsregierung in den letzten fünf Jahren mehr als 184 Millionen Euro an Fördergeldern für die Unterstützung von Gemeinden und Landkreisen beim Erwerb von Feuerwehrfahrzeugen und der Errichtung von Feuerwehrgerätehäusern ausbezahlt. Mit Sonderförderprogrammen reagiere das Innenministerium immer wieder auf besondere kurzfristige Bedarfe der Feuerwehren. "Und nun wollen wir die Gemeinden mit einem neuen Sonderförderprogramm für die Zweitausstattung von Atemschutzgeräten mit Einsatzbekleidung unterstützen." Herrmann nannte beispielhaft auch das Sonderinvestitionsprogramm Katastrophenschutz mit einem Gesamtvolumen von 40 Millionen Euro seit 2010 und die Finanzierung von Einsatzfahrzeugen und Ausrüstungsgegenständen für freiwillige Hilfsorganisationen und Feuerwehren mit 23 Millionen Euro.

Herrmann händigte beim Blaulichtempfang auf der MS Edeltraud, die von Prien über den Chiemsee gefahren ist, das Ehrenzeichen in Gold für 40-jährige Dienstzeit beim Roten Kreuz, insbesondere bei der Wasserwacht Bayern, an Andreas Geuther aus.

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