Innenminister Joachim Herrmann mit den Geehrten
© Regierung von Mittelfranken

Herrmann händigt Bundesverdienstkreuz aus und verleiht Kommunale Verdienstmedaille

Ansbach, 12. September 2018 (stmi). Innen- und Kommunalminister Joachim Herrmann hat in Ansbach das Bundesverdienstkreuz am Bande an Prof. Dr. Alfred Seiferlein und an Hans Lutze ausgehändigt und Kommunale Verdienstmedaillen in Bronze an Gerhard Enzner, Rainer Erdel, Kurt Förster und Norbert Reh verliehen.

Bundesverdienstkreuz am Bande

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitaiven Bereich.

Alfred Seiferlein

Alfred Seiferlein und Innenminister Joachim Herrmann
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Pfarrer Prof. Dr. Alfred Seiferlein aus Ansbach bringt sich seit über vier Jahrzehnten in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich zum Wohle der Allgemeinheit ein. Seinen beruflichen Werdegang begann er 1973 mit einer landwirtschaftlichen Ausbildung. Auf dem zweiten Bildungsweg holte er die Allgemeine Hochschulreife nach und studierte Evangelische Theologie. 1993 erfolgte seine Promotion, 1998 die Habilitation an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. In Halle (Saale) ist er unverändert als außerplanmäßiger Professor für Praktische Theologie tätig. Hauptberuflich war er anschließend von 1998 bis 2007 Pfarrer in den Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden Bechhofen & Sachsbach im Landkreis Ansbach und danach bis 2015 im Dekanatsbezirk Uffenheim tätig. Dabei entfällt die Hälfte seiner Stelle auf den Dienstauftrag des evangelischen Religionsunterrichts an der kirchlichen Christian-von-Bomhard-Schule. Dort war er Fachbetreuer für den Religionsunterricht von 2009 bis 2013 und auch Erster Vorsitzender des Pädagogischen Beirats der Schule. Auch überregional ist er dem Schuldienst verpflichtet: So wurde 2012 auf seine Initiative die "Elternvertretung der Schulen innerhalb der Evangelischen Schulstiftung in Bayern" (EVES) gegründet. Seit fast drei Jahren ist er nun im Leitungsstab des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft in Berlin tätig. Neben seinen vielfältigen beruflichen Aufgaben und Verpflichtungen engagiert er sich in hohem Maße ehrenamtlich. Er war 18 Jahre Mitglied der Dekanatssynode und des Dekanatsausschusses Ansbach sowie 12 Jahre Mitglied der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und hat sich in zahlreichen Fachausschüssen engagiert, unter anderem als Koordinator für den synodalen Prozess "Christen und Juden" in Bayern. 2002 bis 2008 war er Mitglied im synodalen Vertrauensausschuss und von 2012 bis 2016 Mitglied der Dekanatssynode und des Dekanatsausschusses Uffenheim. Schließlich ist er Prüfer für das Erste Theologische Examen. Er ist seit 1998 Gründungsvorsitzender des Fördervereins "Offene Behindertenarbeit Ansbach-Süd e. V." Von Beginn an hat er sich für das Angebot der Behindertenarbeit in der Region eingesetzt. Als exzellenter Netzwerker und überzeugungsstarke Persönlichkeit konnte er zahlreiche Mitglieder zur Unterstützung gewinnen. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass viele unterschiedliche Kräfte erfolgreich für die Integration behinderter und nicht behinderter Menschen zusammenwirken. Daneben ist er Gründungsmitglied des "Orgelbauvereins Bechhofen" und engagiert sich im Verein der Freundinnen und Freunde der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau und im Kuratorium der Augustana-Hochschulstiftung.

Hans Lutze

Hans Lutze und Innenminister Joachim Herrmann
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Hans Lutze aus Gallmersgarten, Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, pflegt und versorgt seit über zwei Jahrzehnten seine Ehefrau Johanna und ist tagtäglich für sie da. Er hat sich in den vergangenen Jahren mit seiner Pflegeleistung enorme Verdienste erworben, wofür ihm großer Dank und hohe Anerkennung gebühren. Seine Ehefrau Johanna erlitt 1995 drei Schlaganfälle und ist seitdem auf den Rollstuhl angewiesen. 1997 wurde sie in die Pflegestufe III eingestuft. Nach einem weiteren Schlaganfall im November 2015 leidet sie zusätzlich an einer ausgeprägten Seitenlähmung der linken Körperhälfte. Nach sechsmonatigem Krankenhaus- und Seniorenheimaufenthalt pflegt Hans Lutze seine Frau seit Mai 2016 wieder zu Hause. Sie kann nicht mehr laufen und ist rund um die Uhr auf seine Hilfe angewiesen. Mit unerschütterlicher Zuversicht meistert er als Ehemann den kräftezehrenden und anstrengenden Alltag und verzichtet auf viele seiner früheren Hobbies und auf eigene Unternehmungen. Trotz seines fortgeschrittenen Alters und seiner 50-prozentigen Schwerbehinderung ermöglicht er seiner Ehefrau durch seine aufopferungsvolle Pflege ein würdevolles Leben im heimischen Umfeld. Mit seiner unerschöpflichen Energie, seiner liebe- und aufopferungsvollen Pflegeleistung, die er seit vielen Jahren erbringt, ist er ein großartiges Beispiel für tätige Fürsorge und Verantwortung.

Kommunale Verdienstmedaille

Personen, die sich insbesondere durch langjährige Tätigkeit als kommunaler Mandatsträger oder in anderen kommunalen Ehrenämtern um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben, werden jährlich vom Staatsminister des Innern und für Integration mit der Kommunalen Dankurkunde sowie mit der Kommunalen Verdienstmedaille geehrt.

Mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze werden geehrt:

  • Gerhard Enzner, Mitglied des Stadtrats Ansbach
  • Rainer Erdel, Erster Bürgermeister des Marktes Dietenhofen und Mitglied des Kreistags Ansbach und ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestags
  • Kurt Förster, Zweiter Bürgermeister der Stadt Rothenburg ob der Tauber und Mitglied des Kreistags Ansbach
  • Norbert Reh, Stellvertreter des Landrats des Landkreises Nürnberger Land und ehemaliger Erster Bürgermeister der Gemeinde Schwarzenbruck

Die Laudationes können Sie hier herunterladen.