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Geschichte der Obersten Baubehörde

1790
Berufung des Obersten und Hofkammerrats Adrian von Riedl durch Kurfürst Karl Theodor zum General-Straßen- und Wasserbaudirektor.

1799
Gründung einer Generallandesdirektion mit zwei Landesdirektionen als nachgeordnete Behörden für den Bereich Hochbau ("Landesbauwesen").

1825
Zusammenfassung des staatlichen Bauwesens in einer Ministerialsektion für das Bauwesen im Staatsministerium des Innern (unmittelbare Vorgängerin der Obersten Baubehörde).

1830
Im Auftrag König Ludwig I. erarbeitet der Geheime Oberbaurat und Hofbauintendant Leo von Klenze Pläne zur notwendigen Neuorganisation. Sie führen am 01.03.1830 zur Gründung der Obersten Baubehörde als ergänzender Teil des Staatsministeriums des Innern unter Klenzes Leitung. Auf der Mittelstufe werden die Aufgaben von den 8 Kreisregierungen, auf der Unterstufe von "Civil-Inspektoren" und Ingenieuren in 32 Ingenieurbezirken wahrgenommen.

1857
Umressortierung der Obersten Baubehörde zum Staatsministerium des Handels und der öffentlichen Arbeiten. Sie ist zuständig für Straßen- und Brückenbau, Wasserbau, Eisenbahnbau (bis 1861) und Landbau (Hochbau).

1872
Rückressortierung der Obersten Baubehörde in das Staatsministerium des Innern. Trennung der Fachgebiete in der Unterstufe: Errichtung von 24 Landbauämtern und 24 Straßen- und Flußbauämtern.

1908
Errichtung von 21 Kulturbauämtern (ab 1941 Wasserwirtschaftsämter).

1932
Umbenennung der Obersten Baubehörde in Ministerialbauabteilung bei Beibehaltung der Organisation.

1948
Mit dem Gesetz Nr. 112 über die behördliche Organisation des Bauwesens und des Wohnungswesens vom 09.04.1948 (BayBS II S. 413) wird die Staatsbauverwaltung nach den bisherigen Grundprinzipien neu organisiert. Die Oberste Baubehörde erhält ihren traditionellen Namen zurück.

1953
Umbenennung der Straßen- und Flußbauämter in Straßenbauämter; bisher wahrgenommene wasserbauliche Aufgaben gehen an die Wasserwirtschaftsämter über.

1974
Gründung des Bayerischen Landesamtes für Wasserwirtschaft.

1978
Errichtung der beiden Autobahndirektionen Süd- und Nordbayern als Zentralbehörde.

1993
Umressortierung der Wasserwirtschaft zum Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen; Umressortierung der Finanzbauverwaltung zum Staatsministerium des Innern.

1994 - 1997
Zusammenlegung von 26 Land- und Hochschulbauämtern mit 14 Finanzbauämtern zu 23 Staatlichen Hochbauämtern und 5 Hochschulbauämtern.

2000
Eingliederung des Bauamtes der Schlösserverwaltung in die Bayerische Staatsbauverwaltung.

2004
Verwaltung 21 - Ministerratsentscheidung über die Neuordnung der Staatsbauverwaltung auf der Unterstufe und der Landesbauabteilungen bei den Oberfinanzdirektionen.

2007
Verwaltungsreform V21 organisatorisch umgesetzt: 51 Hoch- und Straßenbauämter in 22 Staatlichen Bauämtern zusammengeführt; Landesbauabteilungen der Oberfinanzdirektionen als Landesbaudirektion an der Autobahndirektion Nordbayern angegliedert.