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Radwege © Tourismusverband Franken

Radwege

Radverkehrsinfrastruktur

Radverkehr benötigt eine eigene Infrastruktur. Ziel sind zusammenhängende Netze aus Verbindungen und Routen. Ganz unterschiedliche Menschen nutzen das Fahrrad: Kinder und Jugendliche, ältere Menschen, Radler mit Kindersitz oder Anhänger. Auch die Zwecke sind unterschiedlich – die einen nutzen das Fahrrad im Alltag, andere in der Freizeit. Die unterschiedlichen Bedürfnisse sind bei der Ausgestaltung der Radverkehrsanlagen zu berücksichtigen. Der Radverkehr wird unterschiedlich geführt (zum Beispiel über Radwege, Radfahrstreifen, Schutzstreifen oder verkehrsarme Straßen).

Radweg © Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Radwege stehen ausschließlich dem Radverkehr zur Verfügung und sind baulich von den anderen Verkehrsflächen abgegrenzt. Sie verlaufen sowohl entlang von Straßen als auch unabhängig von Straßen durch die Landschaft.  Außerhalb von Ortschaften werden Radwege oft als gemeinsame Wege für den Radverkehr und Fußgänger angelegt.

Radfahrstreifen © Johannes Ziegler

Ein Radfahrstreifen ist ein durch eine durchgezogene Linie (Zeichen 295) abgetrennter und mit Zeichen 237 (Radfahrer) gekennzeichneter Sonderweg für den Radverkehr. Fahrradfahrer müssen die Radfahrstreifen benutzen. Anderer Verkehr darf ihn nicht benutzen und dort weder halten noch parken. Fahrzeuge dürfen ihn überqueren, um zum Beispiel einzuparken oder auf ein Grundstück zu fahren. Der Radverkehr darf dabei nicht gefährdet werden.

Schutzstreifen © Axel Reinicke

Ein Schutzstreifen ist ein durch Zeichen 340 (unterbrochene Linie) und zusätzlich in regelmäßigen Abständen mit dem Sinnbild "Fahrräder" markierter Teil der Fahrbahn. Er kann innerhalb geschlossener Ortschaften auf Straßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h markiert werden. Kraftfahrzeuge dürfen auf Schutzstreifen nicht parken und nur ausnahmsweise auf ihm fahren, zum Beispiel in einer engen Straße, wenn sich zwei breite Fahrzeuge begegnen.

Sicherheitstechnische Konfliktbereiche für den Radverkehr stellen Kreuzungen, Einmündungen und Querungen anderer Verkehrswege dar. Hier muss die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer gewährleistet sein. Das in der Staatsbauverwaltung eingesetzte Sicherheitsaudit zur Beurteilung der Radverkehrsanlagen und die Arbeit der Unfallkommissionen, die auf Grundlage der Verkehrsunfälle Abhilfemaßnahmen erarbeiten, sind erfolgreiche Mittel zur Erhöhung der Sicherheit besonders auch für den Radverkehr. Daneben sollen Kampagnen wie Bayern mobil - sicher ans Ziel die Verkehrsteilnehmer zu einem regelkonformen Verhalten motivieren.

Radverkehr in Städten

Der Anteil des Radverkehrs nimmt besonders in den Ballungsräumen stark zu. Auf wichtigen Strecken sind hier 10.000 Radfahrer am Tag keine Seltenheit mehr.

Bayernnetz für Radler

Mit dem Bayernnetz für Radler besteht seit 1997 ein landesweites Premiumroutennetz aus 123 Routen mit einer Gesamtlänge von rund 9.000 Kilometern für den Freizeitradverkehr.

Als Kernprodukt steht die Landkarte "Bayernnetz für Radler" im Maßstab 1:500.000 kostenfrei zur Verfügung. Das Bayernnetz gibt es auch im Internet als Karte oder Luftbild mit vielen wichtigen Informationen zu den Routen, Höhenangaben, Sehenswürdigkeiten Gastbetrieben und weiterführenden Links. Ein flexibles Routingsystem vervollständigt das Informationsportal. Zusätzlich ist das Bayernnetz auch auf Smartphones mobil verfügbar.

Das Bayernnetz wird fortlaufend ergänzt und verbessert.