Ordensaushändigung

München, 10. Juli 2013 (stmi). Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten hat der Bundespräsident Gottfried Heigl mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Ernst Anton Kugler wurde mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern ausgezeichnet.

Verdienstkreuz am Bande
© Bundesregierung, Julia Fassbender

Staatssekretär Gerhard Eck hat die Auszeichnungen heute in München ausgehändigt.

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich.

Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten wird seit 1994 als ehrende Anerkennung für langjährige hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit verliehen. Es erhalten Personen, die sich durch aktive Tätigkeit in Vereinen, Organisationen und sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen oder anderen gemeinnützigen Zielen hervorragende Verdienste erworben haben. Die Verdienste sollen vorrangig im örtlichen Bereich erbracht worden sein und in der Regel mindestens 15 Jahre umfassen.

Gottfried Heigl (73) aus Miltach, Landkreis Cham

Ordensaushändigung am 10. Juli 2013 - Verdienstkreuz am Bande an Gottfried Heigl
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Gottfried Heigl ist seit 40 Jahren mit großem Engagement ehrenamtlich tätig. Dabei gilt sein Interesse sowohl der Kommunalpolitik als auch der Mitarbeit in kirchlichen Institutionen. Anfang der 70er Jahre wurde er in den Gemeinderat der Gemeinde Miltach gewählt und dort zum dritten und später zum Ersten Bürgermeister berufen. Dieses Amt übte er 18 Jahre ehrenamtlich aus. In dieser Zeit wurden in der Gemeinde wichtige Projekte vorangetrieben, zum Beispiel das denkmalgeschützte Schloss Altrandsberg grundlegend saniert. In den 90er Jahren war Heigl außerdem 8 Jahre erster Vorsitzender der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Miltach. 1990 wurde er in den Kreistag des Landkreises Cham gewählt, dem er bis 2008 ununterbrochen angehörte. Weiterhin ist Heigl seit 43 Jahren Mitglied der Kirchenverwaltung Miltach und Obmann der Marianischen Männerkongregation in der Gemeinde Miltach. Als Erster Bürgermeister trug er stets zu einem harmonischen Zusammenspiel zwischen der politischen Gemeinde und der örtlichen Pfarrei bei. In seiner Doppelfunktion als Mitglied der Kirchenverwaltung und als Bürgermeister hatte er großen Anteil daran, dass die Veränderungen akzeptiert wurden. Heigl ist auch Gründer und langjähriger 1. Vorsitzender des Martiniritt Komitees Miltach und organisierte diese Veranstaltung bis zum Jahre 2007. Im Jahre 2008 ernannte ihn die Gemeinde Miltach zum Ehrenbürger.

Ernst Anton Kugler (69) aus Siegendorf, Burgenland (Österreich)

Ordensaushändigung am 10. Juli 2013 - Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten an Ernst Anton Kugler
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Ernst Anton Kugler wurde Mitte der 80er Jahre zum Präsidenten des "Österreichischen Humanitären Ferdinandus Orden 1561" gewählt. Hier war und ist er für die Organisation und Durchführung von karitativ-humanitären Aufgaben zugunsten körperlich und geistig behinderter Menschen in Österreich und darüber hinaus verantwortlich. Gleichzeitig hat er sich auch in Bayern vor allem im Rahmen sozialer Projekte und im Rahmen der Völkerverständigung verdient gemacht. Insbesondere in der Oberpfalz wurde in Kooperation mit dem dortigen Reservistenverband die deutsch-tschechische Verständigung vorangetrieben. Durch Herrn Kuglers Kontakte mit Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und öffentlichem Leben konnte der Reservistenverband ein reichhaltiges Programm anbieten. Besonders hervorzuheben ist hierbei ein 14-tägiger Einsatz auf einem deutschen Soldatenfriedhof im Juni 2010. Hier haben die Reservisten der Oberpfalz für den VdK Bayern eine neue Gedenkstätte errichtet. Die Durchführung dieses wichtigen Projektes konnte nur durch Unterstützung und Vermittlung von Herrn Kugler erfolgreich durchgeführt werden. Für die Reservisten der Kreisgruppe Oberpfalz Mitte, die jedes Jahr ein Projekt oder Hilfsbedürftige direkt unterstützen, ist er ein sehr geschätzter Ideengeber bei humanitären Vorhaben.

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