Das Bayerische Straßennetz: Rückgrat der Mobilität

München, 23. Juli 2013 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat heute im Ministerrat über Bayerns Straßeninfrastruktur, deren Erhaltung und weiteren Ausbau berichtet.

Bundesautobahn A6, Anschlussstelle Vohenstrauß Ost
© Luftbild Hajo Dietz Fotografie, Nürnberg

„Ein gut ausgebautes, funktionstüchtiges Straßennetz ist für Bayern als modernes Industrieland im Herzen Europas unverzichtbar. Das gilt für Bundesstraßen, Staats-, Kreis-, und Kommunalstraßen gleichermaßen. Wir wollen für alle Bevölkerungsgruppen in allen Landesteilen eine gute Verkehrsanbindung sicherstellen.“ Das bayerische Bundesfern- und Staatsstraßennetz hat eine Länge von rund 23.000 Kilometern. Der Erhalt und der weitere Ausbau sind zentrale Elemente der bayerischen Verkehrspolitik. Insgesamt wurden dafür 2012 in das Netz der Autobahnen, Bundes- und Staatsstraßen in Bayern über 1,1 Milliarden Euro investiert.

Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans

Bayern hat insgesamt 398 Teilprojekte für den Bereich der Bundesfernstraßen mit einem Investitionsvolumen von rund 17 Milliarden Euro angemeldet. Die Streckenlänge beträgt rund 2.000 Kilometer. 72 Teilprojekte betreffen den Ausbau von Bundesautobahnen, 220 Teilprojekte Ortsumgehungen. Joachim Herrmann: „Für die Auswahl dieser bedeutenden Verkehrsprojekte haben wir Bayerns Bürger frühzeitig in den Entscheidungsprozess eingebunden. Über 25.000 Bürger, etwa 300 Mandatsträger sowie rund 280 Verbände und Institutionen haben sich zu den Projektanmeldungen positioniert. Das zeigt das starke Interesse am Entwurf der Liste mit seinen Projekten.“

Ausbauplan für die Staatsstraßen

In seiner aktuellen Fassung enthält er 666 Projekte mit einem Investitionsvolumen von rund 3,2 Milliarden Euro. Er sieht zahlreiche Neubauprojekte wie Ortsumgehungen oder auch Ausbauprojekte bestehender Straßen vor.

Systematische Straßenerhaltung

Staatsminister Joachim Herrmann: „Das Anlagevermögen des rund 23.000 Kilometer langen Netzes der Bundesfern- und Staatsstraßen in Bayern beträgt mehr als 40 Milliarden Euro. Diesen Wert systematisch zu erhalten und die verfügbaren Haushaltsmittel dabei möglichst effektiv einzusetzen, ist angesichts der immer weiter zunehmenden Verkehrsbelastung und der Altersstruktur der Straßen und Brücken eine große Herausforderung.“ Allein der Bedarf an Baumitteln für Ersatzneubauten und Ertüchtigungen der 14.400 Brückenbauwerke, für die die Bayerische Straßenbauverwaltung zuständig ist, wird in den kommenden Jahren auf über 200 Millionen Euro pro Jahr ansteigen.

Moderner Lärmschutz

„In Bayern wurden in den Jahren 2008 bis 2012 an Bundesfern- und Staatsstraßen für Maßnahmen der Lärmvorsorge und Lärmsanierung insgesamt rund 145 Millionen Euro investiert. Dabei konnten wir rund 53 Kilometer Lärmschutzwälle und 50 Kilometer Lärmschutzwände erstellen", so Innenminister Joachim Herrmann.

Effizientes Baustellenmanagement

Baustellen bei laufendem Verkehr sollen mit intelligenten Verkehrssystemen möglichst störungsfrei, sicher und umweltgerecht abgewickelt werden. Staatsminister Herrmann: „Effizientes Baustellenmanagement heißt zunächst, dass die Baustellenabwicklung weitgehend in verkehrsschwächeren Zeiten erfolgt. Auch sorgen wir für optimierte Baustellenverkehrsführungen und eine möglichst kurze Bauzeit."

Sicherheit auf Bayerns Straßen

Die Zahl der Verkehrstoten in Bayern ist im Jahr 2012 auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Unfallaufzeichnungen im Jahr 1954 gesunken. Damit dürfen wir uns aber nicht zufrieden geben. Joachim Herrmann: „Mit unserem Verkehrssicherheitsprogramm 2020 'Bayern mobil – sicher ans Ziel' wollen wir die Zahl der Verkehrstoten bis zum Jahr 2020 deutlich auf unter 550 verringern. Das Programm enthält ein ganzes Maßnahmenpaket für mehr Verkehrssicherheit.“

Bayern ist Radlland Nummer Eins

Staatsminister Joachim Herrmann: „Wir fördern seit Jahren nachhaltig den Radverkehr in Bayern. So haben wir von 2008 bis 2012 an den Staatsstraßen rund 50 Millionen Euro und an den Bundesstraßen rund 70 Millionen Euro für Radwege investiert. Daneben haben wir den Kommunen weitere 50 Millionen Euro zugewendet, die zu einer Gesamtinvestition von rund 90 Millionen Euro geführt haben."