Ordensaushändigung

Würzburg, 25. Juli 2013 (stmi). Auf Vorschlag des Bayerischen Ministerpräsidenten hat der Bundespräsident Helmut Haun und Heidi Wright mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Verdienstkreuz am Bande
© Bundesregierung, Julia Fassbender

Staatssekretär Gerhard Eck hat die Auszeichnungen heute in Würzburg ausgehändigt.

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitativen Bereich.

Helmut Haun (64) aus Waldaschaff, Landkreis Aschaffenburg

Ordensaushändigung am 25. Juli 2013 -  Verdienstkreuz am Bande an Helmut Haun
© Regierung von Unterfranken

Helmut Haun war über drei Jahrzehnte Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Aschaffenburg eG. Von 1991 bis 2009 war er Vorstandsvorsitzender. Er hat sich aktiv für die Stärkung der genossenschaftlichen Organisation in der Region Bayerischer Untermain eingesetzt. Die von ihm ehemals geführte Raiffeisenbank Aschaffenburg eG ist die größte Genossenschaftsbank am Untermain und die zweitgrößte in Unterfranken. Als Vorsitzender im Beirats der BayWa AG, der Bausparkasse Schwäbisch-Hall AG und der R+V Versicherung AG hat er zur Entwicklung des Genossenschaftswesens maßgeblich beigetragen. Darüber hinaus gehörte Haun von 1983 bis 1998 dem Fachausschuss Steuern und Finanzen der Industrie- und Handelskammer Aschaffenburg. Von 1996 bis 2007 war er Mitglied und über neun Jahre Vizepräsident der Vollversammlung der IHK Aschaffenburg. Hervorzuheben ist auch sein kulturelles Engagement als Vorstand im Stiftsbauverein Aschaffenburg, der sich für die Sanierung der tausendjährigen Stiftskirche engagiert. Als Vorstand der Maria-Ward-Stiftung machte Haun sich um die Überführung der Maria-Ward-Schulen in eine neue Trägerschaft und damit um ihre Zukunftsfähigkeit verdient. Von 1992 an setzte er sich als zweiter Vorsitzender des Caritasverbandes Aschaffenburg e. V. mit großem Engagement für die Anliegen des Wohlfahrtsverbandes ein. Lange Jahre war er im Vorstand des Fördervereins der Aschaffenburger Rotarier tätig. Seit 2010 ist Haun Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Dr. Ernst und Christine Herlein Stiftung, die wissenschaftliche, kulturelle und gemeinnützige Einrichtungen im Gebiet der Stadt Aschaffenburg fördert. Besonders hervorzuheben sind auch die Verwirklichung des Projektes Klinikclowns an der Kinderklinik Aschaffenburg und der von ihm ins Leben gerufene Förderverein Stadttheater Aschaffenburg e. V..

Heidi Wright (62) aus Karlstadt, Landkreis Main-Spessart

Ordensaushändigung am 25. Juli 2013 -  Verdienstkreuz am Bande an Heidi Wright
© Regierung von Unterfranken

Heidi Wright trat 1983 in die SPD ein und wurde bereits ein Jahr später Mitglied im SPD-Kreisvorstand Miltenberg sowie im Kreisvorstand der Arbeitsgemeinschaft der sozialdemokratischen Frauen (ASF). Seit 1991 ist sie Mitglied im SPD-Bezirksvorstand Unterfranken. Von 1990 bis 1996 war sie Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Elsenfeld, von 1996 bis 2006 Mitglied des Marktgemeinderats Elsenfeld und von 1996 bis 2007 Mitglied des Kreistags Miltenberg. Im Jahr 1994 zog sie für die SPD in den Bundestag ein und war dort bis 2009 unter anderem ordentliches Mitglied im Ausschuss Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie im Petitionsausschuss. Dabei galt ihr Einsatz in besonderer Weise der Lösung von Problemen in den Bereichen Verkehr und erneuerbare Energien. Seit 2008 ist sie Mitglied des Kreistags Main-Spessart. Ihr besonderer Einsatz gilt auch hier einer aktiven Energiepolitik sowie dem Ziel, den Landkreis Main-Spessart mittelfristig zu einer "100 Prozent Erneuerbare-Energie-Region" zu machen. Daneben ist Frau Wright seit 1989 aktives Mitglied in der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Ein großes Anliegen war ihr dabei die leistungsgerechte Ausbildung, Bezahlung und Ausrüstung der Polizei, zudem engagiert sie sich auch für die sozialen Belange der Beschäftigten der Polizei.. Darüber hinaus war sie von 2004 bis 2010 stellvertretende Bundesvorsitzende des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub). Sie setzte sich tatkräftig für die Gesundheitsaktion "Mit dem Rad zur Arbeit" ein und initiierte als Mitglied des Deutschen Bundestags jährlich eine Abgeordnetentour über Parteigrenzen hinweg. Bei vielen Veranstaltungen gelang es ihr immer wieder, die Menschen für das Radfahren zu begeistern und die ehrenamtlich Aktiven des ADFC zu motivieren.

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