Hunde retten Menschenleben

Nürnberg, 28. August 2013 (stmi). Allein im Bereich der freiwilligen Hilfsorganisationen, des THW und des Bundesverbands Rettungshunde gibt es in Bayern rund 310 geprüfte Rettungshunde, davon etwa 240 Flächensuchhunde, 40 Trümmersuchhunde und 30 Lawinensuchhunde. Dazu kommen weitere Hunde von privaten Vereinen.

Am 28. August 2013 stellten verschiedene Rettungshundeteams in Nürnberg ihr Können unter Beweis. 'Über 300 bestens ausgebildete Rettungshunde in hochengagierten ehrenamtlichen Rettungshundestaffeln stehen bayernweit bereit, um Menschenleben zu retten', betonte Staatsminister Joachim Herrmann.
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, Fotografin: Giulia Iannicelli

Sie alle stehen bereit, um Menschenleben zu retten. Dies ist nur möglich, weil frewillige Rettungshundeführer viel Zeit in die aufwändige Ausbildung der Rettungshunde investieren. Staatsminister Joachim Herrmann dankte den Ehrenamtlichen heute auch für ihre ständige Einsatzbereitschaft: "Sie leisten einen vorbildlichen Dienst für die Gesellschaft. Das ist ein Musterbeispiel ehrenamtlicher Tätigkeit!"

Auf dem Gelände der Nürnberger Bereitschaftspolizei stellten heute einige dieser "Helfer auf vier Pfoten" ihr Können eindrucksvoll bei Geschicklichkeitstests, Gehorsamsübungen und Personensuche unter Beweis. Mit dabei waren Rettungshundeteams des Arbeiter-Samariter-Bunds, des Bayerischen Roten Kreuzes, der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Technischen Hilfswerkes, der Freiwilligen Feuerwehr Aschheim und des Bundesverbands Rettungshunde.

Staatsminister Joachim Herrmann war beeindruckt und hob besonders die hervorragenden Einsatzmöglichkeiten der Rettungshunde bei der Suche nach Vermissten und bei Katastrophen hervor: "Mit Hilfe unserer Rettungshunde können wir in Not geratene Menschen schnell und sicher retten." Gerade bei der Trümmersuche nach schweren Unglücksfällen sind die Ausdauer und der ausgeprägte Geruchssinn der Rettungshunde von unschätzbarem Wert.

Auch die Polizei zählt auf die Hilfe der vierbeinigen Helfer

Die ehrenamtlichen Rettungshundestaffeln unterstützen auch die Polizei, vor allem bei der Suche nach vermissten Kindern oder alten Menschen.

Die Bayerische Polizei selbst verfügt bayernweit über 360 Diensthunde, hauptsächlich der Rassen "Deutscher Schäferhund" und "Belgischer Schäferhund". Rund 90 Prozent der Diensthunde haben eine kombinierte Ausbildung als Schutzhund und Spezialhund, beispielsweise Drogen-, Sprengstoff-, Banknoten- oder Brandmittelhunde. Die Personensuchhunde und Alpinhunde sind nur zur Suche und Rettung ausgebildet.

Die Diensthunde hatten allein 2012 fast 52.000 Einsätze in Bayern. In rund 1.500 Fällen gelang es mit ihrer Hilfe, vermisste Personen, Drogen, Sprengstoffe oder Bargeld aufzufinden.