Lebendige Erinnerung an Ludwig Erhard

München, 15. Oktober 2013 (stmi). Vor 50 Jahren - am 16. Oktober 1963 - wurde Ludwig Erhard zum Bundeskanzler gewählt. Anlässlich dieses Jubiläums hat die Bayerische Staatsregierung heute zu einem Staatsempfang auf der Nürnberger Kaiserburg geladen.

Staatsempfang zum 50. Jahrestag der Wahl von Ludwig Erhard zum Bundeskanzler am 15. Oktober 2013 in Nürnberg: Dr. Thomas Jung (Oberbürgermeister der Stadt Fürth), Franz Josef Pschierer (Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie), Evi Kurz (Vorsitzende des Ludwig-Erhard-Initiativkreises Fürth e.V.), Staatsminister Joachim Herrmann
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, Fotografin: Giulia Iannicelli

Der erste und bislang einzige fränkische Bundeskanzler hat die Entwicklung Deutschlands entscheidend geprägt. Staatsminister Joachim Herrmann: "Ludwig Erhard ist der Vater des Wirtschaftswunders und der sozialen Marktwirtschaft." Gemeinsam mit Konrad Adenauer hat er für den demokratischen und moralischen Wiederaufbau Deutschlands in die Wege geleitet. Joachim Herrmann: "Das Vermächtnis von Ludwig Erhard hat bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Diesen Staatsmann und seine Ideen müssen wir in lebendiger Erinnerung behalten. Die Bayerische Staatsregierung und auch ich persönlich setzen sich daher für das Ludwig-Erhard-Haus in Fürth ein."

Bundeskanzler-Ludwig-Erhard-Haus in Fürth

In dem denkmalgeschützten Geburtshaus Ludwig Erhards und einem benachbarten Neubau soll schon bald ein lebendiger Geschichtslernort entstehen. "Das Konzept des Ludwig-Erhard-Initiativkreis Fürth e.V. für ein 'Bundeskanzler-Ludwig-Erhard-Haus' verspricht ein deutschlandweit einmaliges Dokumentations-, Begegnungs- und Forschungszentrum", so Joachim Herrmann.

An den Baukosten für das Ludwig-Erhard-Haus wird sich der Freistaat Bayern mit Mitteln der Städtebauförderung beteiligen. Die verbleibenden Baukosten werden anteilig durch die Stadt Fürth und die Bayerische Landesstiftung erbracht. Innenminister Herrmann: "Damit kommen wir unserem Ziel, das Ludwig-Erhard-Haus 2015 zu eröffnen, einen großen Schritt näher. Doch die Staatsregierung macht noch mehr: Wir werden die Betriebskosten für das Dokumentations-, Begegnungs- und Forschungszentrum bis zum Jahr 2018 aus Mitteln des Bayerischen Wirtschaftsministeriums übernehmen. Damit steht das Projekt auch finanziell auf einem festen Fundament."

Mit dem künftigen Ludwig-Erhard-Haus soll ein lebendiger Geschichtslernort entstehen, in dem sich die breite Bevölkerung mit Erhards Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft auseinandersetzen kann. Vor allem Schulklassen und jungen Leuten will man Verständnis für verantwortungsvolles wirtschaftliches Handeln vermitteln. Im Kern geht es um die Frage, wie sich wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die Schaffung von Wohlstand und der notwendige soziale Ausgleich dauerhaft zum Wohle der ganzen Gesellschaft miteinander verbinden lassen. Ludwig Erhards Lebenswerk ist nicht zuletzt in dieser Hinsicht bis heute hochaktuell und von großer gesellschaftlicher und politischer Bedeutung.

Bildergalerie