Aktion gegen Modedroge Crystal

Selb, 24. Oktober 2014 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann verstärkt den Kampf gegen die gefährliche Modedroge Crystal. Im oberfränkischen Selb nahm er an einer Schwerpunktkontrolle der Schleierfahndung teil.

Innenminister Joachim Herrmann hat im oberfränkischen Selb an einer Schwerpunktkontrolle der Schleierfahndung teilgenommen.
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

"Die Teufelsdroge Crystal ist weiter auf dem Vormarsch, in den Grenzgebieten zu Tschechien und zunehmend auch im Landesinneren vor allem in Ballungsräumen", betonte Herrmann. "Wir haben deshalb die Fahndungs- und Ermittlungsarbeit der Bayerischen Polizei im engen Schulterschluss mit der Bundespolizei, dem Zoll und der tschechischen Polizei weiter intensiviert." In Selb informierte sich der Innenminister über die Arbeit der Schleierfahnder. Diese konnten allein im vergangen Jahr über 19.558 Delikte feststellen, darunter 3.436 Straftaten mit Rauschgiftbezug. Als besonders hilfreich haben sich hierbei die mehr als 400 Car-Pads erwiesen, die den Beamtinnen und Beamten mobilen Zugriff auf polizeiliche Fahndungssysteme ermöglichen. Die moderne Technik hat der Freistaat Bayern 2013 für über 1,8 Millionen Euro beschafft.

'Task Force Crystal Bayern'

Um die Täterstrukturen genauer zu analysieren, hat das Bayerische Landeskriminalamt zum März 2014 eine 'Task Force Crystal Bayern' eingerichtet. Dort werden alle Informationen zur Crystal-Kriminalität gebündelt und ausgewertet. "Beispielsweise wollen wir mehr über die Vertriebswege und die Zusammenhänge mit anderen Kriminalitätsformen wissen", erläuterte Herrmann. Dabei setzt der bayerische Innenminister vor allem auf eine engere Zusammenarbeit mit den Nachbarländern. Schon heute gehen bayerische und tschechische Polizeibeamte im Grenzgebiet gemeinsam auf Streife oder führen Razzien durch. "In diesem Jahr streben wir mehr als 230 gemeinsame Aktionen an", so der Innenminister.

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