Integrationskonferenz der Bayerischen Staatsregierung

München, 3. November 2014 (stmi). Der Einsatz von Beamtinnen und Beamten mit Migrationshintergrund hat sich bei der Bayerischen Polizei außerordentlich bewährt. Das hat Innenminister Joachim Herrmann bei der Integrationskonferenz in München betont: "Die Erfahrungen zeigen, dass diese Personen einen direkteren Draht zu Menschen mit Migrationshintergrund besitzen, da sie vor allem mit deren sprachlichen und kulturellen Hintergrund besser vertraut sind. Dies stärkt auch das Vertrauensverhältnis zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und unserer Polizei."

Innenminister Joachim Herrmann bei der Integrationskonferenz in München
© Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Dass sich ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger mit hiesigem Lebensmittelpunkt mit Deutschland identifizieren können, ist ein Ziel bayerischer Integrationspolitik. Für Herrmann spielen dabei vor allem die seit 2005 im Zuwanderungsgesetz verankerten Integrationskurse sowie das Erlernen der deutschen Sprache eine entscheidende Rolle. Darüber hinaus müsse auch der Staat zu einem gelungenen Integrationsprozess beitragen. Hierzu soll in den Ausländerbehörden eine 'Willkommenskultur' etabliert werden. "Ich habe mich persönlich auch dafür eingesetzt, dass Bayern am Modellprojekt des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge teilnimmt", betonte der Innenminister.

Willkommenskultur etablieren

Die Integrationskonferenz bietet für Herrmann eine gute Gelegenheit, sich noch besser vorzubereiten und das Verständnis in den Ausländerbehörden weiter zu entwickeln: "Gegenseitiges Vertrauen ist schließlich der erste Schritt, um Radikalisierungsprozessen vorzubeugen." Im Rahmen der Integrationskonferenz sollen Anregungen und Vorschläge gesammelt werden, damit die bayerische Integrationspolitik auch künftig erfolgreich bleibt. Im Zentrum der Diskussion steht die große Anzahl von Asylbewerbern, die derzeit nach Bayern kommen. Die Konferenzergebnisse sollen die Grundlage für ein Integrationskonzept 'Zukunft Integration' bilden.