Mehr bezahlbarer Wohnraum in Bayern

Nürnberg, 4. März 2014 (stmi). Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann hat den Startschuss für das Bayerische Wohnungsbauprogramm 2014 gegeben: "Unser hochgestecktes Ziel ist, in Bayern mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und wieder auf 70.000 neugebaute Wohnungen pro Jahr zu kommen."

Pressekonferenz Wohnraumförderung am 4. März 2014: Besichtigung der Baustelle Modellprojekt Nürnberg-St. Ludwig
© Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Daher verbessert Herrmann gezielt die Wohnraumförderung. Auf seine Initiative hin hat dazu die Staatsregierung beschlossen, die Landesmittel in diesem Jahr um 50 Millionen Euro auf 210 Millionen Euro zu erhöhen. "Wenn der Landtag zustimmt, stehen uns somit heuer zusammen mit den Bundesmitteln insgesamt 260 Millionen Euro zur Wohnraumförderung zur Verfügung", so der Bauminister. Der Schwerpunkt der Mietwohnraumförderung liegt in den Ballungsgebieten. Im ländlichen Raum dominiert hingegen die Eigenwohnraumförderung.

Zahl der Baugenehmigungen bereits angestiegen

Das Engagement der Bayerischen Staatsregierung für mehr Wohnraum in den letzten Jahren zeigt bereits erste Erfolge. Die Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen ist von 42.416 im Jahr 2010 auf 56.036 in 2013 gestiegen. "Ich hoffe, dass auch tatsächlich mehr gebaut wird und die Wohnungsfertigstellungen entsprechend Schritt halten", so Herrmann. Bayern habe zwar mit insgesamt rund 6,2 Millionen Wohnungen einen Höchststand erreicht. Es gebe aber gerade in den bayerischen Ballungsräumen zunehmende Engpässe bei der Wohnraumversorgung.

Mehr Wohnungen für Studenten

Der Bauminister kümmert sich auch um mehr preisgünstigen Wohnraum für Studentinnen und Studenten: "In den letzten fünf Jahren gelang es uns, rund 4.200 Wohnplätze mit staatlichen Mitteln zu fördern. Es sind aber weitere Anstrengungen notwendig. Jahr für Jahr verzeichnen wir in Bayern neue Höchststände bei den Studienanfängern." Deshalb hat die Staatsregierung beschlossen, die Studentenwohnraumförderung 2014 um zehn Millionen Euro auf 27,5 Millionen Euro anzuheben. Herrmann: "Damit wollen wir heuer über 1.000 Wohnplätze für Studenten fördern."

Modellprojekte „Experimenteller Wohnungsbau“

Im Anschluss an die Pressekonferenz informierte sich der bayerische Bauminister über das Wohnungsbau-Modellprojekt auf dem ehemaligen Klosterhofareal in Nürnberg-Gibitzenhof  (Projektblatt, PDF, 653 kB)  in der Pfälzer Straße. Hier errichtet derzeit das kirchliche Wohnungsunternehmen 'Joseph-Stiftung' mit staatlichen Fördermitteln einen Wohnungsneubau mit einem großen Angebot unterschiedlicher Wohnungstypen für Familien mit Kindern, Alleinerziehende, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen. Dazu Herrmann: "Es ist eines von zehn Pilotprojekten in ganz Bayern, mit denen wir zeigen wollen, wie man das Wohnen mitten in der Stadt attraktiv und für Mieter bezahlbar gestalten kann. Die 5,2 Millionen Euro Förderung durch den Freistaat sind hier gut investiert."