Start eines der größten Schienenprojekte Nordbayerns

Laufach im Spessart, 6. März 2014 (stmi). Mit dem Anstich des Falkenbergtunnels auf der Schienenstrecke zur Umfahrung des Schwarzkopftunnels haben die Bauarbeiten für eines der größten Verkehrsinfrastrukturprojekte in Nordbayern begonnen.

Regionalbahn auf der Spessartstrecke nach Ausfahrt aus dem Schwarzkopftunnel
© Deutsche Bahn AG

"Das Bahnland Bayern wird stark von der Neutrassierung der Strecke profitieren, und zwar durch spürbare Zeit- und Qualitätsvorteile für die Fahrgäste und die Güterverkehrswirtschaft", betonte Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann beim feierlichen Tunnelanstich. Der Minister bezeichnete die Maßnahme als zweiten großen Meilenstein innerhalb der Trilogie zur Verbesserung der zentralen Bahninfrastruktur in Unterfranken. Bisher konnte bereits der Hauptbahnhof in Aschaffenburg umgebaut werden. Und auch die Modernisierung des Würzburger Hauptbahnhofs soll bis zur Landesgartenschau 2018 gelingen.

Meilenstein für das Bahnland Bayern

Der Falkenbergtunnel ist mit seinen zwei Röhren der größte der insgesamt vier neuen Eisenbahntunnel, die im Zuge der rund acht Kilometer langen Neubaustrecke zur Umfahrung des Schwarzkopftunnels auf der Bahnstrecke Aschaffenburg – Würzburg im Spessart realisiert werden. Mit der Umfahrung des Schwarzkopftunnels werden viele verkehrliche Verbesserungen erreicht, denn der 160 Jahre alte Tunnel ist heute einer der am langsamsten zu befahrenden Stellen im Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn. Durch die Neutrassierung ohne Steilrampen werden sich die Fahrzeiten verkürzen und die Nahverkehrsanschlüsse in Würzburg und Aschaffenburg verbessern. Im Schienengüterverkehr kann künftig der bisher notwendige, zeitaufwändige und kostenintensive Einsatz von zusätzlichen Schiebelokomotiven entfallen. Ende 2017 soll die Umfahrung in Betrieb gehen.

Lärmschutz für Anrainer

Der alte knapp unter einen Kilometer lange Schwarzkopftunnel soll nach Inbetriebnahme der Umfahrungsspange verfüllt und die bisherige Bahnstrecke zwischen Laufach und Heigenbrücken stillgelegt werden. Für die Anwohner der bisherigen Bahnstrecke wird sich die Lärmsituation mit der Inbetriebnahme der Umfahrungsspange deshalb massiv verbessern. Herrmann forderte die Deutsche Bahn AG und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt auf, aber auch alle Anrainer der Neubaustrecke zeitnah und ausreichend gegen den Güterverkehrslärm zu schützen.

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