Kommunale Verdienstmedaille in München verliehen

München, 18. September 2015 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat heute die Kommunale Verdienstmedaille verliehen. 18 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wurden in München für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung geehrt.

Fotos der Geehrten sind ab 18.00 Uhr abrufbar.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich (Anmeldefenster wegklicken).

Innenminister Joachim Herrmann hat am 18. September 2015 in München die Kommunalen Verdienstmedaille verliehen
© Christoph Schedensack

Mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Gold, Silber oder Bronze werden jährlich Personen geehrt, die sich insbesondere durch langjährige Tätigkeit als kommunaler Mandatsträger oder in anderen kommunalen Ehrenämtern um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Die Bürgerinnen und Bürger können Anregungen für diese Ehrung mit einer Darstellung der Verdienste bei der Gemeinde oder beim Landratsamt einreichen. Diese und eigene Vorschläge geben die Gemeinden und Landratsämter über die Bezirksregierungen an das Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr weiter.

Mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Silber werden geehrt:

Dr. Thomas Bauer (68), Stadt Olching

Dr. Tomas Bauer setzt sich seit 37 Jahren mit großem persönlichen Engagement als Mitglied des Gemeinde- bzw. Stadtrats Olching ein und ist mittlerweile dort der dienstälteste Stadtrat. Als langjähriger Fraktionsvorsitzender gestaltet er die positive Entwicklung der Stadt an verantwortlicher Stelle mit. Sein besonderes Augenmerk gilt dem Vereinswesen. Seit 13 Jahren ist er als Vereins- und Sportreferent ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Stadtrat und den Vereinen. Unermüdlich nimmt er sich der Bedürfnisse der Sportvereine an und ist auch bei Unstimmigkeiten zwischen den Vereinen ein umsichtiger Vermittler. Zur Erörterung aktueller Themen veranstaltet Dr. Bauer regelmäßig einen „Runden Tisch des Sports“, an dem alle Sportvereine der Stadt teilnehmen. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung hat er ein komplexes Punktesystem zur Turnhallenvergabe an die Sportvereine entwickelt, das einer gerechten Behandlung aller betroffenen Vereinsmitglieder dient und für die Verwaltung eine große Arbeitserleichterung darstellt. Vorschläge für Ehrungen aus dem Bereich des Sports sammelt Dr. Bauer das Jahr über und übernimmt traditionell diese Auszeichnungen persönlich beim Neujahrsempfang der Stadt. Bei den rund 50 Vereinsveranstaltungen im Jahr fungiert er regelmäßig als Vertreter der Stadt. Auch bei verschiedenen anderen städtischen Veranstaltungen, wie etwa zum Volkstrauertag wird er unterstützend tätig.

Alfons Biber (67), Gemeinde Breitenbrunn

Alfons Biber kann auf ein beispielhaftes ehrenamtliches Engagement in der Kommunalpolitik auf Gemeinde- und Kreisebene zurückblicken. 36 Jahre lang setzte er sich vorbildlich für die Gemeinde Breitenbrunn ein. 27 Jahre stand er als erster Bürgermeister an deren Spitze. Durch sein zielgerichtetes und zukunftsorientiertes Handeln hat er das Bild der Gemeinde Breitenbrunn entscheidend geprägt. Die Ausweisung eines Gewerbegebietes, Maßnahmen zur Abwasserbeseitigung und der Bau eines Feuerwehrhauses sind Beispiele für Projekte, die er angestoßen und verwirklicht hat. Im Rahmen der Dorferneuerung wurden unter seiner Federführung unter anderem bei den Außenanlagen des Hauses der Vereine oder bei der Sanierung des Umfeldes der Pfarrkirche gestalterische Akzente gesetzt. Nachdrücklich engagiert hat sich Alfons Biber für den Bau einer Naturtherme im Ortsteil Bedernau. Das mit EU-Mitteln und vielen freiwilligen Arbeitsstunden der Bevölkerung realisierte Bad hat sich zu einer besonderen Erholungsoase im Unterallgäu entwickelt. Stets wichtig war Alfons Biber ein funktionierendes Vereinsleben. Zur Förderung von Jugend, Sport und Kultur wurde das Projekt „Haus der Vereine“ in Angriff genommen und mit 60.000 vereinsübergreifend geleisteten Arbeitsstunden in die Tat umgesetzt. Nachdrücklich unterstützt hat er die Gründung von Partnerschaften mit Gemeinden in Frankreich und Ungarn, deren reger Austausch das Gemeindeleben bereichert. Im Kreistag Unterallgäu ist Alfons Biber seit 25 Jahren ein wertvoller Rat- und Impulsgeber. Als langjähriger Fraktionsvorsitzender gestaltet er an maßgeblicher Stelle die Kreispolitik mit.

Rudolf Borgo (68), Gemeinde Wörth

Rudolf Borgo hat 30 Jahre lang als Mitglied des Gemeinderats und als erster Bürgermeister kommunalpolitische Verantwortung für die Gemeinde Wörth getragen. Insbesondere in den 24 Jahren als erster Bürgermeister leitete er die Gemeinde mit Kompetenz und hohem persönlichen Engagement. Die stete Aufwärtsentwicklung der Gemeinde wird im deutlichen Anstieg der Einwohnerzahlen sichtbar. Rudolf Borgo hatte entscheidenden Anteil am Neubau eines Wasserwerks zur Sicherung der Trinkwasserversorgung. Der Bau eines neuen Rathauses und eines Feuerwehrhauses sowie die Anlage eines Naherholungszentrums mit Baggerweiher sind Projekte, die der Gemeinde ihr heutiges Gesicht geben. Mit der Errichtung eines Kinderhauses, der Nutzung des alten Rathauses für Kinderbetreuungseinrichtungen und der Einrichtung eines Jugendtreffs wurde den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen Rechnung getragen. Auch die Seniorenarbeit war Rudolf Borgo stets ein großes Anliegen. Aufgrund der besonderen Lage der Gemeinde im Einzugsgebiet der Landeshauptstadt München und des Flughafens mit S-Bahn- und Bahnanschluss war Rudolf Borgo auch mit Maßnahmen von überregionale Bedeutung befasst, die die Gemarkung Wörth tangierten, wie etwa dem 2-gleisigen Ausbau der
S-Bahnstrecke, der Flughafentangente Ost oder dem Bau der A94. Überaus aktiv engagierte er sich für die Sicherung und Entwicklung des Sempt-Schwillach-Tales im Rahmen des gemeindeübergreifenden Projektes BayernNetz Natur. Anlässlich der 1200-Jahr-Feier der Gemeinde Wörth im Jahr 1988 trug er maßgeblich zur Erstellung der Gemeindechronik bei und archivierte in der Folgezeit wichtige die Gemeinde betreffende Daten, Fakten und Presseberichte. Überörtlich hat sich Rudolf Borgo fast 20 Jahre als Mitglied des Kreistags Erding für die Region eingesetzt.

Josef Brückl (70), Gemeinde Langenbach

Josef Brückl war 36 Jahre in der Kommunalpolitik aktiv. 18 Jahre hat er als erster Bürgermeister wichtige Impulse für die Entwicklung von Langenbach zu einer zukunftsfähigen Gemeinde gegeben. Frühzeitig hat er die Standortvorteile der in unmittelbarer Nähe zum Flughafen München mit sehr guter Verkehrsanbindung gelegenen Gemeinde erkannt. Durch die Ausweisung von Gewerbeflächen von ca. 180.000 qm konnten namhafte internationale und ortsansässige Unternehmen angesiedelt und neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen werden. Im Zuge einer weiteren Gewerbegebietsentwicklung konnte der Standort eines Lebensmittelmarktes gesichert und so die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung gewährleistet werden. Die mit den Gewerbeansiedlungen einhergehenden Gewerbesteuereinnahmen vervierfachten sich bis zum Jahr 2014 nahezu und trugen wesentlich zur Steigerung und Sicherung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeinde bei. Als wichtiges Vorhaben in seiner Mandatszeit sind der Umbau und die Neugestaltung des Bahnhofsbereiches zu nennen. Die umfangreichen Maßnahmen umfassten auch den Bau einer Fuß- und Radwegverbindung des bis dahin durch die Bahnlinie getrennten Ortes. Das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde wurde mit Dorfwirtschaft und Bürgersaal in einem auf Initiative von Herrn Brückl umgebauten und sanierten ehemaligen Gasthof erheblich bereichert. Besonders eingesetzt hat sich Herr Brückl für neue Lebensräume für die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Hierfür hat die Gemeinde im Zuge verschiedener Bauleitplanverfahren insbesondere im Bereich der Amperauen Ausgleichsflächen erworben und der Natur zurückgegeben. Die Interessen der Bürgerinnen und Bürger hat Josef Brückl 12 Jahre lang engagiert und sachkundig auch auf Kreisebene vertreten.

Peter Heizer (72), Gemeinde Planegg

Peter Heizer engagiert sich seit 37 Jahren verantwortungsvoll und erfolgreich in der Gemeinde Planegg. Während seiner gesamten Zugehörigkeit zum Gemeinderat trägt er besondere Verantwortung als zunächst dritter und seit 19 Jahren als zweiter Bürgermeister. Er vertritt loyal den ersten Bürgermeister in verschiedenen Organisationen, nimmt Repräsentationsaufgaben der Gemeinde wahr, begleitet Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung bei wichtigen Besprechungsterminen und steht diesen mit seinem juristischen Fachwissen aus seiner beruflichen Tätigkeit als Rechtsanwalt beratend zur Seite. Für die Belange der Bürgerinnen und Bürger hat er stets ein offenes Ohr und versucht zu vermitteln. Besonders am Herzen liegen ihm Kinder, Jugendliche und Senioren. Maßgeblich unterstützt und befürwortet hat er daher den Bau des Familienzentrums an der Würm, die Errichtung von Jugendhäusern in Planegg und Martinsried und den Bau des neuen Sportparks auf dem Gelände des Gymnasiums. Das Planegger Jugendforum hat er mitbegründet und gehört diesem noch heute an. Wichtig ist ihm die Förderung der Jugendarbeit in den Planegger Vereinen. Für die ältere Generation tritt Peter Heizer tatkräftig und sachkundig als ständiger Teilnehmer in verschiedenen Gesprächs- und Arbeitskreisen ein, wie etwa dem Arbeitskreis Lokomotive, einem Zusammenschluss aller sozialen Einrichtungen aus dem Würmtal. Als Mitglied des Partnerschaftsausschusses hat er sich für die Partnerschaften Planeggs mit Städten in Frankreich, Sachsen, Südtirol und England eingesetzt.

Georg Huber (65), Landkreis Mühldorf a. Inn

Georg Huber ist seit 34 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv. In dieser langen Zeit hat er sich in vorbildlicher Weise für seine Heimat eingesetzt. 21 Jahre lang hat er als erster Bürgermeister die Entwicklung der Gemeinde Schwindegg maßgeblich geprägt. Dank seines persönlichen Engagements konnten viele für die Gemeinde bedeutende Projekte verwirklicht werden. Beispielhaft sind hier die Schulhauserweiterungen, der Bau von Sportanlagen sowie die Errichtung von Park & Ride-Anlagen am Bahnhof zu nennen.

Seit 13 Jahren steht Georg Huber als Landrat an der Spitze des Landkreises Mühldorf a.Inn. Kompetent und tatkräftig hat er in dieser Zeit wichtige Weichen für die zukunftsfähige Entwicklung der Region gestellt. Zu Beginn seiner Amtszeit wurde das Landratsamt umgebaut und energetisch saniert und durch eine Reform der Verwaltungsstrukturen zu einem modernen Dienstleister weiterentwickelt. Bildung ist für Georg Huber Chefsache. Auf seinen Anstoß hin hat sich der Landkreis Mühldorf a. Inn erfolgreich als Modellkommune für das Projekt „Lernen vor Ort“ beworben. Unter dem Motto „Lebenslanges Lernen macht uns (erfolg)reich!“ wurden Netzwerke geschaffen und Kooperationen ins Leben gerufen, um den Bereich Bildung voranzubringen. Für sein hervorragendes Bildungsmanagement wurde dem Landkreis Mühldorf a.Inn im Frühjahr 2013 als einem der ersten Landkreise das Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern“ verliehen. Aufgrund seiner fundierten Kenntnisse ist Georg Huber ein gefragter Referent auf diesem Gebiet. Umweltschutz und erneuerbare Energien sind Georg Huber ebenfalls wichtige Anliegen. Diese Themen vertritt er mit großem Engagement auch als Ausschussvorsitzender beim Bayerischen und beim Deutschen Landkreistag.

Hans Dieter Kaplan (59), Landeshauptstadt München

Hans Dieter Kaplan engagiert sich seit 25 Jahren als Mitglied des Stadtrats vorbildlich für das Gemeinwohl in der Landeshauptstadt München. Seit dem Jahr 2008 nimmt er zudem die verantwortungsvolle Aufgabe des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden war. In dieser Zeit konnte er im sozialen Bereich immer wieder Akzente setzen. Zuerst als kinder- und jugendpolitischer Fraktionssprecher, dann als sozialpolitischer Fraktionssprecher übernahm er frühzeitig besondere Verantwortung. Dabei war ihm stets daran gelegen, auch kritische Meinungen in den politischen Prozess einzubinden. Dies galt auch bei schwierigen Diskussionsprozessen mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort, wie etwa beim Bau der Tiefgarage am Josephsplatz. Genauso kann Hans Dieter Kaplan als finanzpolitischem Sprecher Weitsicht bescheinigt werden. Mit Initiativen zur Einführung der Zweitwohnungssteuer und den Haushaltssicherungskonzepten hat er dazu beigetragen, dass die Landeshauptstadt München auch fiskalisch gut für künftige Aufgaben gewappnet ist. Darüber hinaus hat er auch immer ein Auge für die Probleme kleinerer Gemeinden, wie in seinem Einsatz im Bayerischen Städtetag zum Ausdruck kam. Seine Stadtratskollegen und die Bürger schätzen ihn für seine immer offene, pragmatische und gemeinwohlorientierte Art.

Christian Knauer (63), Stadt Aichach

Christian Knauer vertrat 3 Jahrzehnte lang tatkräftig und sachkundig die Interessen der kommunalen Selbstverwaltung auf Stadt-, Kreis- und Landesebene. Sein kommunalpolitisches Wirken begann er 1984 als Mitglied des Stadtrats Aichach und des Kreistags Aichach-Friedberg. Nach 15 Jahren engagierten Wirkens als Mitglied des Bayerischen Landtags wurde er im Jahr 2002 zum Landrat des Landkreises Aichach-Friedberg gewählt. Während seiner Amtszeit war ihm der Bereich Bildung besonders wichtig. Erfolgreich wurden die beiden Gymnasien, zwei Realschulen und die Berufsschulen des Landkreises umgebaut, erweitert und saniert. Eine Fachoberschule, eine staatliche Realschule und eine staatliche Wirtschaftsschule konnten neu gebaut werden. Nachdrücklich eingesetzt hat er sich für die Errichtung eines weiteren Gymnasiums in Mering. Auch im Gesundheitsbereich hat Christian Knauer Maßstäbe gesetzt. Durch vorausschauende Initiativen, wie die Schaffung eines Gesundheitszentrums an den Krankenhäusern Aichach und Friedberg oder die Umwandlung des Krankenhauses Mering in ein weit über die Landkreisgrenzen hinaus beispielgebendes Sozialzentrum, konnte Christian Knauer die medizinische Versorgung in der Region sichern. Trotz hoher Investitionen war ihm die Konsolidierung des Kreishaushalts ein wichtiges Anliegen. Durch eine umsichtige Finanzpolitik ist es gelungen, den Schuldenstand während seiner Amtszeit kontinuierlich zu senken. Mit großem Engagement setzt sich Christian Knauer für die Vertriebenen und Aussiedler ein, deren Anliegen er über die Kommunalpolitik hinaus in verschiedenen Ämtern und Funktionen aktiv unterstützt.

Emil Konrad (78), Markt Waldstetten

Emil Konrad hat sich nahezu ein halbes Jahrhundert zuverlässig und pflichtbewusst in den Dienst der kommunalen Selbstverwaltung gestellt. Als Mitglied des Marktgemeinderats und zweiter Bürgermeister und insbesondere in den 30 Jahren seines Wirkens als erster Bürgermeister hat er die Entwicklung des Marktes Waldstetten maßgeblich geprägt. Waldstetten hat während seiner Amtszeit einen deutlichen Aufschwung erfahren und sich zum Industriestandort mit einem überdurchschnittlichen Arbeitsplatzangebot und wachsender Steuerkraft entwickelt. Zielstrebig hat Emil Konrad vielfältige Initiativen ergriffen. Hierzu gehörten Kanal- und Straßenbaumaßnahmen ebenso wie Sanierungsmaßnahmen für das Rathaus und den Kindergarten. Zielstrebig hat er die Umsetzung von Dorferneuerungsmaßnahmen vorangetrieben. Der Neubau eines Musikantenstadels und die Einrichtung eines Kinderspielplatzes sind ihm ebenfalls zu verdanken. Emil Konrad verwirklichte diese Projekte unter Beachtung einer sehr soliden Haushaltspolitik und konnte die Gemeinde seinem Nachfolger schuldenfrei übergeben. Die örtlichen Vereine unterstützte und förderte er durch sein aktives Engagement. Seine viermalige Wiederwahl zum ersten Bürgermeister ist Ausdruck des Vertrauens, das ihm die Bürgerinnen und Bürger während der ganzen 30jährigen Amtszeit entgegengebracht haben.

Barbara Lanzinger (60), Stadt Amberg

Barbara Lanzinger vertritt als Mitglied des Stadtrats Amberg seit 25 Jahren tatkräftig und sachkundig die Interessen der kommunalen Selbstverwaltung. In ihrer zweiten Wahlzeit übernahm sie das Amt der dritten Bürgermeisterin und damit besondere Verantwortung. In der langen Zeit ihrer Zugehörigkeit zum Stadtrat hat sie an vielen wichtigen Beschlüssen mitgewirkt, die die Stadt Amberg geprägt haben. Zudem vertrat sie als dritte Bürgermeisterin in zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen die Stadt Amberg nach außen. Ein erhebliches Augenmerk legt sie bei der kommunalen Arbeit stets auf soziale Aspekte, wobei sie ihre Fachkompetenz aus Studium und Beruf gewinnbringend einzusetzen vermag. Dabei umfasst ihr Engagement die unterschiedlichsten Lebensbereiche wie die Förderung von Kindern und Jugendlichen, Hilfseinrichtungen für Familien und Frauen bis hin zur Betreuung in der letzten Lebensphase durch ein Hospiz. Auch als Abgeordnete des Deutschen Bundestags bleibt Barbara Lanzinger diesen Themen treu. Trotz der fordernden Aufgaben in Berlin ist sie weiterhin eine tatkräftige Unterstützerin für Anliegen ihrer Heimat und somit ein wichtiges Bindeglied zwischen Bundespolitik und den kommunalen Interessen ihrer Heimatregion.

Josef Loibl (75), Gemeinde Oberpöring

Josef Loibl hat 30 Jahre lang als erster Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde Oberpöring maßgeblich geprägt. Mit großem persönlichem Engagement hat er erfolgreich wichtige Weichen für die positive Entwicklung der Gemeinde gestellt. Durch den Erwerb und die Ausweisung von Bauland und einer Reihe von Dorferneuerungsmaßnahmen konnte er eine rege Siedlungstätigkeit anstoßen. Die Versorgung der Anwohner mit Trinkwasser und eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung hat Josef Loibl mit dem Bau einer zentralen Wasserversorgung, durch Kanalisationsmaßnahmen in fünf Ortsteilen und mit dem Bau einer Kläranlage sichergestellt. Es ist ihm gelungen, Oberpöring als Schulstandort zu erhalten. Die Grundschule wurde generalsaniert, ein Kindergarten und eine Kinderkrippe neugebaut. In verschiedenen Ortsteilen wurden Feuerwehrgerätehäuser errichtet und der notwendige Fuhrpark bereitgestellt. Die zahlreichen Ortsvereine hat Josef Loibl stets nachdrücklich unterstützt und damit ein Zusammengehörigkeitsgefühl in der Gemeinde geprägt. Trotz beträchtlicher Investitionen hat er immer auf eine sparsame Haushaltsführung geachtet und konnte so die Gemeinde schuldenfrei an seinen Nachfolger übergeben. Als Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Oberpöring wirkte Josef Loibl maßgeblich mit am Kauf und der Renovierung des Schlosses in Niederpöring, dem heutigen Verwaltungssitz der Mitgliedsgemeinden. Eine harmonische Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedsgemeinden und innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft war ihm ein zentrales Anliegen.

Josef Maier (67), Gemeinde Emmerting

Josef Maier hat mehr als drei Jahrzehnte als erster Bürgermeister die Gemeinde Emmerting kompetent, ideenreich und innovativ gestaltet. Mit der Ausweisung von Bauland in den 80er Jahren hat er den Grundstein gelegt zur Entwicklung seiner Heimatgemeinde zum attraktiven Wohnort für junge Familien und für Arbeitnehmer der benachbarten Industriebetriebe. Mit großem Fingerspitzengefühl bei den Grundstücksverhandlungen ist es ihm gelungen, wichtige Projekte in die Tat umzusetzen wie etwa die Erweiterung des Schulhauses, die Errichtung der Kläranlage oder den Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Aufgrund der rasanten Bevölkerungsentwicklung hatte der Aufbau einer guten Infrastruktur mit Ärzten, Apotheke und Nahversorgern für Josef Maier hohe Priorität. Auch den innerörtlichen Straßenbau hat er nachdrücklich vorangetrieben und sich erfolgreich für eine Entlastung vom Schwerlastverkehr eingesetzt. Die Neugestaltung des Ortszentrums trägt ganz wesentlich seine Handschrift. Einen erheblichen Beitrag hat Josef Maier zum Ausbau eines Radwegenetzes geleistet, durch das der Naherholungswert der Gemeinde gesteigert werden konnte. Ein besonderes Anliegen waren Josef Maier die Anliegen der Kinder und Jugendlichen. Ein neuer Kindergarten und eine Kinderkrippe bildeten die Basis für eine familienfreundliche Gemeinde. In besonderer Weise hat sich Josef Maier für einen Jugendtreff eingesetzt, der dank seiner Fürsprache auch heute noch Bestand hat. Er war Mitbegründer einer Partnerschaft zur österreichischen Gemeinde Grünbach am Schneeberg, mit der seitdem insbesondere auf schulischem Sektor ein reger Austausch stattfindet.

Hans Mummert (68), Stadt Penzberg

Hans Mummert hat sich 36 Jahre lang mit vorbildlichem Engagement für die Belange der Stadt Penzberg eingesetzt.18 Jahre leitete er als erster Bürgermeister die Geschicke der Stadt. Durch sein tatkräftiges und bürgernahes Wirken trug er nachhaltig dazu bei, dass sich die ehemalige Bergarbeiterstadt Penzberg zu einer modernen und lebenswerten Stadt entwickeln konnte. Ein zentrales Stadtentwicklungsprojekt war hierbei die umfangreiche Sanierung der Penzberger Innenstadt. Hans Mummert richtete stets ein Hauptaugenmerk auf den sozialen Ausgleich und die soziale Gerechtigkeit in der Stadt. Investitionen in Bildung und Kinderbetreuung waren ihm ein wichtiges Anliegen. Durch die Errichtung einer der ersten Kinderkrippen in der Region sowie mit einem umfassenden Kindergarten- und Hortangebot nimmt Penzberg eine Vorreiterstellung bei der Kindertagesbetreuung ein. Hervorzuheben ist auch sein Einsatz für die ältere Generation durch die Bereitstellung von altengerechtem Wohnraum und die Sanierung der städtischen Seniorenzentren. Wichtig war Hans Mummert die Förderung des Vereinslebens und das Angebot von vielfältigen Einrichtungen, die allen Bevölkerungsschichten den Zugang zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben ermöglichen sollen. Mit der Befürwortung und Unterstützung des Baus einer Moschee durch die islamische Gemeinde Penzberg hat Hans Mummert ein Zeichen für moderne Integrationspolitik gesetzt. Durch die Förderung einer Vielzahl von weiteren integrativen Maßnahmen und den engen Dialog mit den ausländischen Mitbürgern hat er eine Plattform für ein gemeinsames von Toleranz und gegenseitiger Achtung geprägtes Zusammenleben geschaffen. Seit über 20 Jahren bringt Hans Mummert seine Erfahrung und seine politische Kompetenz in den Kreistag und die Kreistagsausschüsse des Landkreises Weilheim-Schongau ein.

Josef Reischl (72), Stadt Passau

Josef Reischl ist seit 1978 Mitglied des Stadtrats Passau. Während seiner langen Mandatszeit hat er viele für die Stadt zukunftsweisende Entscheidungen mitgetragen. Der Schwerpunkt seiner Stadtratsarbeit liegt im Bauwesen. Dank seines sachkundigen Engagements hat er maßgeblichen Anteil daran, dass wichtige Baumaßnahmen und wegweisende Entscheidungen zur Stadtentwicklung in die Wege geleitet und verwirklicht werden konnten. So entstand auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehrstandorts ein neuer Stadtteil mit Wohnbebauung, Gewerbeflächen und naturnahen Freizeitbereichen. In besonderer Weise hat sich Josef Reischl für die Realisierung eines modernen Gewerbeparks in diesem neuen Stadtteil eingesetzt. Mit der Ansiedlung von 113 Unternehmen mit über 2.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen konnte die Wirtschaftskraft der Stadt entscheidend gestärkt werden. Nachdrücklich hat Josef Reischl den Bau des im Mai 1999 eröffneten Passauer Erlebnis- und Ganzjahresbades unterstützt. Viele Jahre gehörte Josef Reischl der Gesellschafterversammlung und dem Aufsichtsrat der Kreiswohnungsbau GmbH an und setzte sich in besonderer Weise dafür ein, den Passauer Bürgerinnen und Bürgern bezahlbaren und angemessenen Wohnraum anbieten zu können. Mit seiner Sachkompetenz, seiner großen Erfahrung und seinem hohen Verantwortungsbewusstsein ist Josef Reischl als Mitglied in städtischen Beteiligungsgesellschaften ein gefragter Ratgeber.

Arnold Schmidt (65), Gemeinde Forstinning

Drei Jahrzehnte stand Arnold Schmidt als erster Bürgermeister an der Spitze der Gemeinde Forstinning. Er war Impulsgeber für vielfältige Maßnahmen. In seiner Amtszeit konnte die Umleitung der zuvor innerörtlich verlaufenden B 12 verwirklicht werden. Die damit verbundene Möglichkeit der Umgestaltung des Ortsbildes griff er beherzt auf, was zu einer deutlichen Aufwertung von Forstinning führte. Arnold Schmidt gelang es auch in zahlreichen weiteren Bereichen nachdrücklich die Lebensqualität für alle Bürgerinnen und Bürger zu verbessern. So sind ihm der Neubau und die Erweiterung von Kindergärten zu verdanken. Es wurde die Mittagsbetreuung für Grundschüler eingeführt und Bauland für Einheimische zur Verfügung gestellt. Sowohl seine entschlossene und zupackende Art als auch seine Fähigkeit, verschiedenste Interessen vermittelnd zum Ausgleich zu bringen, machten ihn zu einem allgemein wertgeschätzten Bürgermeister. Durch sein Mandat im Kreistag von Ebersberg setzt er sich zudem seit 25 Jahren für die Belange des Landkreises ein und kann somit auch über den eigenen Gemeindebereich hinaus seine umfassenden kommunalpolitischen Erfahrungen einbringen.

Uwe Steinmetz (74), Stadt Traunstein

Uwe Steinmetz setzt sich mit außerordentlichem Engagement seit 37 Jahren als Mitglied des Stadtrats von Traunstein vorbildlich für seine Heimat ein. Aufgrund seiner Mithilfe konnte sich Traunstein in dieser Zeit kontinuierlich weiterentwickeln und bietet daher seinen Bürgerinnen und Bürgern ein modernes Gemeinwesen mit allen wichtigen infrastrukturellen Einrichtungen. An zahlreichen Entscheidungen, die die Stadt noch heute prägen und auch in der Zukunft von Bedeutung sein werden, hat er mitgewirkt. In den vielen Jahren seines kommunalpolitischen Einsatzes hatte für ihn die Förderung des Sports besondere Priorität. Nicht nur bei der jährlich stattfindenden Sportlerehrung oder in seinen Funktionen beim Sportverband war er Sprachrohr des Sports. Dank seiner Initiative konnten seit dem Gründungsjahr 1979 über 100 Sportlerstammtische organisiert werden. Drei Jahrzehnte lang war er zudem Sportreferent der Stadt Traunstein. Wegen der wichtigen Funktion des Sports hat er sich besondere Verdienste um die Jugend seiner Heimat erworben. Aus der engagierten Sportförderung in Traunstein, die er mit zu verantworten hat, ist eine Reihe von Spitzensportlern hervorgegangen. Durch das langjährige erfolgreiche Wirken erfreut sich Uwe Steinmetz daher hoher Achtung und Beliebtheit in der Bevölkerung.

Martin Wagner (69), Gemeinde Vaterstetten

Martin Wagner leistet seit 42 Jahren wertvolle kommunalpolitische Arbeit. Zwei Jahrzehnte lang gestaltet er bereits als zweiter Bürgermeister das Bild der Gemeinde Vaterstetten entscheidend mit. Dabei konnte er sich bei vielen Projekten als geschickter Verhandlungsführer hervortun. So gelang es ihm, die schwierigen Verhandlungen mit Grundstücksbesitzern und dem Investor bei der Realisierung eines für die Gemeinde bedeutsamen Gewerbegebietes zu einem erfolgreichen Ende zu führen. Beherzt ergriff er auch die Chance des Erwerbs einer großen Grundfläche in unmittelbarer Ortsnähe, was Vaterstetten in die Lage versetzt, ein neues Schulzentrum mit Hallenbad und Dreifachturnhalle zu errichten. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit seiner Gemeinde war bei allem ein wichtiges Anliegen für Martin Wagner. Dank ihm konnte etwa der Bau des Kinderhauses St. Josef zu einem vernünftigen Kostenanteil der Gemeinde durchgeführt werden. Seine wirtschaftliche Denkweise und seine hohe Kompetenz in Haushaltsfragen sind sowohl in Gremien als auch in der Gemeindeverwaltung sehr geschätzt. Bereits seit 1990 engagiert er sich mit seinen besonderen Fähigkeiten und Erfahrungen im Kreistag von Ebersberg für Anliegen des Landkreises.

Mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Bronze werden geehrt:

Alois Rainer (50), Gemeinde Haibach

Alois Rainer hat 18 Jahre lang als erster Bürgermeister mit großem persönlichen Engagement wichtige Impulse für die positive Entwicklung der Gemeinde Haibach gegeben. Notwendige Vorhaben zur Kanalisierung in vielen Ortsteilen und deren Anschluss an die Kläranlage hat er angestoßen und verwirklicht. Während seiner Amtszeit erfolgten der Neubau des Rathauses, die Sanierung der Schule und der Kindertagesstätte und der Bau einer Schulsportanlage. Zahlreiche Straßenausbaumaßnahmen konnten durchgeführt werden. Im Zuge der Dorferneuerung wurde das Ortsbild sichtbar aufgewertet. Der Bau von zwei Hackschnitzelheizungen mit Fernwärmenetz ermöglichte die Versorgung aller kommunalen Liegenschaften mit regenerativer Energie. Alois Rainer ist Mitglied aller gemeindlichen Vereine und unterstützt diese nach Kräften. So konnten in Haibach der Bau eines Rasenspielfeldes und die Wiedererrichtung des Sportheimes sowie in Elisabethszell der Bau eines Vereinsheims ermöglicht werden. Auch im Kreistag ist Alois Rainer den Bürgerinnen und Bürgern des Landkreises Straubing-Bogen ein hilfsbereiter und kompetenter Ansprechpartner. Seit dem Jahr 2013 vertritt Alois Rainer die Interessen seiner Heimat als Abgeordneter nachdrücklich auch im Deutschen Bundestag.