Herrmann zur Amoktat in Unterfranken

München, 19. Juli 2016 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat den verletzten Opfern der Amoktat in Unterfranken sein Mitgefühl ausgesprochen und den Einsatzkräften der Polizei für ihren entschlossenen, professionellen Einsatz gedankt.

Großes bayerisches Staatswappen

Herrmann: "Ich hoffe inständig, dass die Opfer diese schreckliche Gewalttat überleben und von ihren schweren Verletzungen genesen. Das ist eine wirklich verabscheuungswürdige Tat, wie wir sie so in Bayern noch nicht erlebt haben. Die Spezialeinheiten der Bayerischen Polizei haben gottseidank sehr schnell reagiert und dadurch weitere Taten verhindert. Allen Einsatzkräften, auch des Rettungsdienstes, danke ich für ihr beherztes und professionelles Eingreifen." Die Ermittler des Bayerischen Landeskriminalamts prüfen derzeit mit Hochdruck alle Hinweise, insbesondere auf einen islamistischen Hintergrund, weil bei dem Attentäter eine handgemalte IS-Flagge gefunden wurde. Der getötete Tatverdächtige war nach bisherigen Erkenntnissen vor einem Jahr ohne Begleitung von Angehörigen in das Bundesgebiet eingereist. Der 17-jährige Afghane hatte mit Hieb- und Stichwaffen in einem fahrenden Regionalzug zwischen Treuchtlingen und Würzburg auf Höhe Heidingsfeld und bei seiner anschließenden Flucht insgesamt nach jetzigem Stand fünf Personen schwer verletzt.

Weitere Stärkung der Sicherheitsbehörden

Nach den Worten Herrmanns kann es keine hundertprozentige Sicherheit vor Anschlägen dieser Art geben. "Wir unternehmen aber alles, um das Risiko weitestgehend zu minimieren", so der Minister. Die aktuelle Tat werde genauestens analysiert, um entsprechende Konsequenzen einzuleiten. Herrmann: "Fest steht: Wir werden unsere Sicherheitsbehörden weiter stärken. Einen entsprechenden Beschluss wird die Bayerische Staatsregierung in Kürze auf den Weg bringen. Dazu gehört insbesondere noch mehr Personal für Polizei und Verfassungsschutz." Es gibt laut Herrmann aber keinen Anlass, den bisherigen Alltag nicht in gewohnter Weise fortzusetzen. Wenn das öffentliche Leben zum Erliegen käme, hätten die islamistischen Terroristen eines ihrer Hauptziele erreicht. "Unsere Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, verdächtige Wahrnehmungen umgehend der Polizei zu melden", appellierte Herrmann.