Ehrenzeichen und Kommunale Dankurkunden

Erlangen, 14. Oktober 2016 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat Ingrid Wendler-Aufrecht und Klaus Wilhelm mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für das Ehrenamt ausgezeichnet. Außerdem hat er neun kommunale Mandatsträger aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt für ihre Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung mit der Kommunalen Dankurkunde geehrt. Die Fotos der Geehrten sowie die Laudationes sind auf der Homepage des Landratsamtes Erlangen-Höchstadt abrufbar.

Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten

Gruppenbild der Geehrten mit Innenminister Joachim Herrmann
© Landratsamt Erlangen-Höchstadt/Harald Sippel

 Das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten wird seit 1994 als ehrende Anerkennung für langjährige hervorragende ehrenamtliche Tätigkeit verliehen. Es erhalten Personen, die sich durch aktive Tätigkeit in Vereinen, Organisationen und sonstigen Gemeinschaften mit kulturellen, sportlichen, sozialen oder anderen gemeinnützigen Zielen hervorragende Verdienste erworben haben. Die Verdienste sollen vorrangig im örtlichen Bereich erbracht worden sein und in der Regel mindestens 15 Jahre umfassen.

Ingrid Wendler-Aufrecht aus Obermichelbach, Landkreis Fürth

Ingrid Wendler-Aufrecht war ab 1995 zuerst sechs Jahre lang 2. Vorstand des Bürger- und Fördervereins Obermichelbach und anschließend bis heute 1. Vorstand. Sie organisiert und unterstützt das Bürgerfest und den Adventsmarkt und ist beim jährlichen Silvesterball die treibende Kraft. Seit 2013 gestaltet sie die Weihnachtskrippe im Nebengebäude des Dorfgemeinschaftshauses als krönenden Abschluss der Adventsfenster-Aktion. Beim Ferienprogramm der Gemeinde Obermichelbach bietet sie über den Bürger- und Förderverein immer wieder neue, beliebte Veranstaltungen für Kinder an, die Sie auch persönlich durchführt. Unter ihrer Federführung konnte das Nebengebäude des Anwesens Burgstallstraße 6 zu einem Aufenthaltsraum für Bürger, insbesondere für Senioren renoviert werden. In den Jahren 2012 und 2013 hat sie bei der Verwirklichung eines neuen Backhauses mitgeholfen und engagiert sich seither bei den nun stattfindenden monatlichen Backaktionen. 1994 und 1995 war sie für den Bund Naturschutz als 2. Vorsitzende der Kreisgruppe tätig, von 2005 bis 2011 als Delegierte und anschließend als Ersatzdelegierte bis zum Jahr 2015. 1991 war sie Gründungsmitglied der Ortsgruppe Obermichelbach/Tuchenbach und ist bis heute deren Vorsitzende. Schon seit 20 Jahren ist sie im Gemeinderat aktiv, davon seit acht Jahren als 2. Bürgermeisterin. Seit über 18 Jahren ist sie außerdem als ehrenamtliche Richterin am Verwaltungsgericht in Ansbach tätig.  Jahrelang war sie im Seniorenheim der Diakonie Cadolzburg im Heimbeirat tätig. Sie hilft bei der Organisation der Flüchtlingshilfe und ist seit Herbst 2012 bei der Nachbarschaftshilfe Obermichelbach beteiligt, an deren Gründung sie maßgeblich beteiligt war.

Klaus Wilhelm aus Erlangen

Klaus Wilhelm half bereits 1950 nach seinem Eintritt in  den Turnverein 1848 Erlangen e. V. bei den anstehenden Baumaßnahmen und Vereinserweiterungen, später auch beim Neubau der Sportflächen am Kosbacher Weg. Von 1977 bis 1985 und 1995 bis 2004 war er dessen Schatzmeister. Seit 1984 werden auf seine Initiative hin leerstehende Vereinsräume für Sportangebote für Frauengymnastik, Mutter- und Kind-Turnen und für Seniorensport genutzt. Auf seine Initiative hin wurde eine Herzsportgruppe und eine Schachabteilung gegründet. Für das deutschlandweit bekannte Kinder-Turn- und Spielfest „Knaxiade“ war er konzeptioneller und organisatorischer Impulsgeber. 1986 begründete er den heute unter dem Namen „Arcadenlauf“ bekannten Familienfitness- und Lauftag. Vier Jahre lang war Wilhelm Vizepräsident des TV 1848 Erlangen e. V. und organisierte die Festlichkeiten anlässlich des 150-jährigen Vereinsjubiläums. Von 1985 bis 1991 war er 1. Schatzmeister und danach 2. Schatzmeister beim HC Erlangen.  Zusätzlich zu den ehrenamtlichen Engagements war er rund 30 Jahre im geschäftsführenden Vorstand der Erlanger Sportvereine tätig und nahezu 30 Jahre Beiratsverantwortlicher  im Sportausschuss der Stadt Erlangen. Nicht zuletzt konnte dank seines Engagements eine Spendenaktion gestartet werden, um einem im Jahr 1980 schwer verunglückten Trampolinspringer zu einem Arbeitsplatz und mittlerweile auch zu einer behindertengerechten Wohnung zu verhelfen.

Kommunale Dankurkunde

Mit der Kommunalen Dankurkunde sowie der Kommunalen Verdienstmedaille in Gold, Silber oder Bronze werden jährlich Personen geehrt, die sich insbesondere durch langjährige Tätigkeit als kommunaler Mandatsträger oder in anderen kommunalen Ehrenämtern um die kommunale Selbstverwaltung verdient gemacht haben. Die Bürgerinnen und Bürger können Anregungen für diese Ehrung mit einer Darstellung der Verdienste bei der Gemeinde oder beim Landratsamt einreichen. Diese und eigene Vorschläge geben die Gemeinden und Landratsämter über die Bezirksregierungen an das Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr weiter.

  • Frau Ulrike Dubois (Mitglied des Gemeinderats Hemhofen)
  • Herr Norbert Siegfried Essler (Vorsitzender des Ortsbeirats Dechsendorf der Stadt Erlangen)
  • Herr Frank Gäbelein (Mitglied des Stadtrats Herzogenaurach)
  • Herr Thomas Koch (Mitglied des Gemeinderats Hemhofen)
  • Herr Erwin Mayer (Mitglied des Ortsbeirats Kriegenbrunn der Stadt Erlangen)
  • Herr Ludwig Roppelt (ehemaliges Mitglied des Marktgemeinderats Wachenroth)
  • Herr Friedrich Rudolph (Mitglied des Seniorenbeirats Möhrendorf und ehemaliges Mitglied des Gemeinderats Möhrendorf)
  • Herr Gerhard   Schmidt (ehemaliges Mitglied des Marktgemeinderats Wachenroth)
  • Frau Elisabeth Katharina Wein (Mitglied des Ortsbeirats Kosbach-Häusling-Steudach der Stadt Erlangen)