Innenminister Joachim Herrmann (Mitte) mit Ursula Stief, Gerold Ziegler (2.v.r.), Landrat Matthias Dießl (r.) und Robert Westphal, stellvertretender Landrat des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen (l.)
© Landratsamt Fürth

Bundesverdienstkreuz für Ursula Stief und Gerold Ziegler

Zirndorf, 11. Mai 2018 (stmi). Innenminister Joachim Herrmann hat im Foyer des Landratsamts Fürth in Zirndorf das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Ursula Stief und Gerold Ziegler ausgehändigt.

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland

Mit seinen Ordensverleihungen möchte der Bundespräsident die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf hervorragende Leistungen lenken, denen er für unser Gemeinwesen besondere Bedeutung beimisst. Der Verdienstorden wird an in- und ausländische Bürgerinnen und Bürger für politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen verliehen sowie darüber hinaus für alle besonderen Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland, wie zum Beispiel im sozialen und karitaiven Bereich.

Ursula Stief

Ursula Stief aus Weißenburg i.Bay., Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, engagiert sich seit fast sechs Jahrzehnten zum Wohle der Allgemeinheit. 1958 wurde sie Mitglied der „Sozialistischen Jugend Deutschlands - Die Falken“ und war dort bis 1973 Jugendgruppenleiterin. 1959 trat sie der SPD bei und übernahm auch hier Verantwortung als Jugendvertreterin, Schriftführerin und Kassiererin. Fast zwei Jahrzehnte war sie Mitglied des Kreistages von Weißenburg-Gunzenhausen und hat während dieser Zeit im Jugendhilfeausschuss, Sozialhilfeausschuss und Krankenhausausschuss tatkräftig mitgearbeitet. In der „Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen“ (AsF) setzte sie sich auf Kreisebene für mehr Frauen in der Politik ein, war jahrelang Vorsitzende der AsF in Weißenburg und vertrat das Frauenforum Weißenburg-Gunzenhausen auf Landkreisebene. Seit 1970 ist sie in verschiedenen Funktionen und Ebenen aktives Mitglied der Arbeiterwohlfahrt (AWO), zunächst als Sammlerin, Kassiererin und Schriftführerin in den jeweiligen Ortsvereinen. Seit 1983 ist sie Vorstandsmitglied des AWO-Kreisverbandes Weißenburg-Gunzenhausen und seit 1985 Ortsvereinsvorsitzende der AWO Weißenburg. Sie leitet seit 1999 den Seniorenclub der AWO Weißenburg, für den sie hauptsächlich die Freizeitgestaltung übernimmt und die Jahresplanung erstellt. Seit vielen Jahren ist sie auch Mitglied im Betreuungsverein der AWO Weißenburg und seit 2009 auch deren stellvertretende Vorsitzende. In der Vorstandschaft des Kreisverbandes der AWO wirkte sie zunächst als Beisitzerin und Kassiererin. In dieser Funktion führte sie ehrenamtlich die Finanzbuchhaltung für den Betreuungsverein und den Kreisverband und war federführend bei der Umstellung der Finanzbuchhaltung auf EDV beteiligt. Seit ihrer Kindheit bringt sich Ursula Stief mit viel Enthusiasmus für die Allgemeinheit ein. Sie sang im Kinderchor der AWO, war bei den Naturfreunden, half bei Veranstaltungen des Clubs Aktiver Frauen sowie bei der Organisation und Durchführung der jährlich stattfindenden Frauentage des Frauenforums des Landkreises und war jahrelang Revisorin und Vorstandsmitglied beim Sängerkreis Weißenburg.

Gerold Ziegler

Gerold Ziegler aus Langenzenn, Landkreis Fürth, engagiert sich seit vier Jahrzehnten im Schützensport und fördert somit eine viele Jahrhunderte alte Tradition. Bereits 1973 wurde er Mitglied der „Königlich privilegierten Schützengesellschaft Langenzenn“ (KPSG Langenzenn). Von 1977 bis 1994 übernahm er sein erstes Amt im Schützenwesen als Verwaltungsmitglied in der KPSG Langenzenn. Bald engagierte er sich auch über die Vereinsgrenzen hinweg und wurde von 1986 bis 1988 zum dritten und anschließend bis 1989 zum zweiten Bezirkssportleiter im „Mittelfränkischen Schützenbund“ (MSB) gewählt. Hier brachte er sich von Anfang an in die Nachwuchsarbeit ein. Als zweiter Schützenmeister des Bezirksleistungsvereins „Rot-Weiß-Schützen Franken e. V.“ (RWS Franken) kümmerte er sich von 1986 bis 1996 um talentierte Jugendliche und trug damit entscheidend zum sportlichen Erfolg der Mittelfränkischen Schützenjugend bei. Sein Organisationstalent bewies er auch bei der Betreuung der Jugendlichen bei überörtlichen sportlichen Veranstaltungen wie den Bayerischen und Deutschen Meisterschaften. Im Jahre 1989 wurde er zum stellvertretenden Bezirksschützenmeister im MSB gewählt. Mit Engagement und großem persönlichen Einsatz unterstützte er in diesem Amt alle angeschlossenen Vereine. Trotz seiner knapp bemessenen Freizeit bildete er sich zum Referenten für Schießstättenbau weiter und teilt sein umfangreiches Wissen und Können mit allen Vereinen und Gesellschaften. Er unterstützt bei Bauanträgen und Anfragen beim „Bayerischen Sportschützenbund“ (BSV) sowie bei den zuständigen Bauämtern. Damit trug er kompetent zu Neubauten vieler Schieß- und Sportanlagen bei. 2003 wählte man ihn mit großer Mehrheit zum ersten Bezirksschützenmeister des Mittelfränkischen Schützenbundes. Er übernahm somit die Verantwortung für über 480 Vereine mit rund 55.000 Mitgliedern. Gleichzeitig wurde er kraft seines Amtes Mitglied im Landesbeirat des BSV und fungiert seitdem dort auch als Vorsitzender des Ehrungsausschusses. Seit 2003 wird er in seiner Eigenschaft als erster Bezirksschützenmeister des MSB als Sachverständiger mit beratender Stimme zu den öffentlichen Sitzungen des Ausschusses für Jugend, Sport und Regional-Partnerschaften des Bezirks Mittelfranken beigezogen.