Herrmann pflanzt Wiedervereinigungsbäume

Erlangen, 22. November 2018 (stmi). In Erlangen hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann heute zur Schaufel gegriffen, um gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Florian Janik und Gästen der Erlanger Partnerstadt Jena ein Lebend-Denkmal für die deutsche Einheit zu pflanzen

Baumpflanzung
© Facebook Joachim Herrmann

"Wir folgen damit heute dem guten Beispiel unserer ostdeutschen Partnerstadt, die zur Versinnbildlichung des Zusammenwachsens Deutschlands die drei Einheitsbäume bereits gepflanzt hat", so Herrmann. Drei Bäume, eine Buche für den Westen, eine Kiefer für den Osten und eine Eiche für das wiedervereinigte Deutschland, stehen nun am Platz der Deutschen Einheit in Erlangen und laden in ihrer Mitte zum Verweilen und zum Miteinander ein. "Mit ihrem Wachstum und der kontinuierlichen Ausdehnung ihrer Kronen sollen sie uns die Entwicklung, den Aufschwung und das Zusammenwachsen unseres ehemals geteilten Landes bildhaft vor Augen führen und so den Gedanken der Einheit fördern", erklärte der Innenminister. Wie bereits viele andere deutsche Städte, die sich der Initiative Wiedervereinigungsbäume der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald angeschlossen haben, setze Erlangen damit ein Zeichen für das vereinte Deutschland.

Geschenk und eine Chance für die Zukunft

Die Deutsche Einheit sei ein Geschenk und eine Chance für die Zukunft. "Wir müssen dankbar sein, dass wir heute in einem geeinten freien Land und einem freien Europa ein selbstbestimmtes Leben führen können", so Herrmann. Die Zukunft Deutschlands und Europas hänge von uns allen ab. Der Innenminister weiter: "Unsere Geschichte hat uns gelehrt, dass wir im friedlichen Miteinander viel bewegen können – wir haben sogar eine scheinbar unumstößliche Grenze zu Fall gebracht. Treten wir also weiterhin gemeinsam für Frieden, Demokratie und Freiheit ein! Daran soll uns der wachsende Gedenkort erinnern."

Unverzichtbare Partnerschaften

Vor 29 Jahren, am 9. November 1989, kamen mit dem Mauerfall laut Herrmann die Steine sprichwörtlich ins Rollen. "Nur 327 Tage später, am 3. Oktober 1990, konnten wir Deutschen nach über 40 Jahren gewaltsamer Teilung unseres Landes endlich die Wiedervereinigung feiern", so Herrmann. Schon früh, bereits vor der Öffnung der Grenze, hätten Jena und Erlangen mit einer Städtepartnerschaft an der Einheit gearbeitet. Die seit 1987 bestehende Verbindung zwischen dem Städtepaar an der Regnitz und der Saale war nach den Worten des Innen- und Kommunalministers die erste Jumelage zwischen Bayern und der DDR und die vierte auf Bundesebene. Vor allem nach der politischen Wende habe sie sich dann sehr schnell entwickelt und unverzichtbare Beiträge für die Begegnung und das Zusammenwachsen der Menschen geleistet. "Nicht umsonst wurde die Partnerschaft Erlangen – Jena bereits 2010 vom damaligen Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit dem Einheitspreis ausgezeichnet und damit erstmals ein Städtepaar geehrt", erinnerte Herrmann.