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Herrmann stellt Einbürgerungszahlen 2013 vor

München, 21.05.2014

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann stellt Einbürgerungszahlen 2013 vor: "Interesse an Einbürgerung nach wie vor groß - Mehr als 98 Prozent bestehen Einbürgerungstest - Deutschland und Bayern Vorbild bei Zuwanderungsmöglichkeiten von Fachkräften"

+++ Die Gesamtzahl der Einbürgerungen in Bayern ist im Jahr 2013 mit 13.276 im Vergleich zu 2012 mit 13.204 Einbürgerungen um 0,5 Prozent gestiegen. "Das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung", sagte Bayerns Innenminister Herrmann bei der Vorstellung der Einbürgerungs- und Zuwanderungsstatistik für das Jahr 2013. Mit dieser jüngsten Entwicklung bewegen sich die Einbürgerungszahlen seit fünf Jahren auf einem ähnlichen Niveau. Herrmann: "Das Interesse an einer Einbürgerung ist nach wie vor groß." +++

Nach den Worten Herrmanns beweisen die Statistikzahlen auch, dass der Einbürgerungstest keine entscheidende Hürde für die Einbürgerung darstellt. Herrmann: "2013 haben den Einbürgerungstest in Deutschland 48.165 Personen abgelegt. 98,2 Prozent haben ihn bestanden. Diese Quote spricht für sich."

Ein knappes Drittel der Eingebürgerten stammt aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Zu den Hauptherkunftsstaaten gehören auch dieses Mal die Nachfolgeländer des früheren Jugoslawien mit 1.044 Einbürgerungen, gefolgt von der Ukraine mit 767, dem Irak mit 581, der Russischen Föderation mit 418, Vietnam mit 364 und Kasachstan mit 327 Eingebürgerten. Die absolute Nummer Eins ist aber wie seit Jahren die Türkei mit 2.343 Einbürgerungen. Das sind 17,6 Prozent aller Eingebürgerten.

Am Jahresende 2013 haben im Freistaat laut Ausländerzentralregister mehr als 1,3 Millionen Ausländer gelebt. Das ist ein Anstieg von mehr als 100.000 gegenüber 2012. Die Ausländerquote stieg dementsprechend auf zuletzt 9,5 Prozent weiter an. Bewährt hat sich nach den Worten in diesem Zusammenhang die sogenannte 'Blaue Karte EU', die Herrmann als Erfolgsmodell bezeichnete. So seien in Deutschland etwa 90 Prozent aller in der EU ausgestellten blauen Karten erteilt worden. Knapp ein Viertel der in Deutschland lebenden Ausländer aus nicht EU-Staaten hielten sich nach dem Start der EU-Blue Card vor eineinhalb Jahren mittlerweile in Bayern auf. Herrmann: "Das ist ein großer Erfolg, insbesondere im Vergleich mit anderen EU-Mitgliedsstaaten." Aber auch darüber hinaus gebe es großzügige Zuwanderungsmöglichkeiten für Fachkräfte. Herrmann: "Im internationalen Vergleich ist Deutschland Vorbild: Nach einer Studie der OECD gehört unser Land mittlerweile zu den OECD Ländern mit den geringsten Beschränkungen für die Zuwanderung hochqualifizierter Fachkräfte." Kein Verständnis hat Herrmann deshalb für die immer noch anhaltende Diskussion um weitere Erleichterungen der Zuwanderung von Fachkräften nach Deutschland.

Anschließend übergab Innenminister Joachim Herrmann die Einbürgerungsurkunde an neun Staatsangehörige aus Griechenland, Italien, der Russischen Föderation, Kroatien, Iran und Polen: "Ihre unterschiedlichen Lebensläufe zeigen deutlich, dass ausländische Mitbürger in unserem Land bei guter Qualifikation alle Chancen haben, hier erfolgreich tätig zu werden. Ausländische hochqualifizierte Einbürgerungsbewerber und Fachkräfte sind uns jederzeit willkommen. Ich freue mich, dass Sie sich stellvertretend für viele andere Einbürgerungsbewerber für den Schritt zum Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit entschieden haben."