Zugang zum Arbeitsmarkt

Asylbewerberinnen und Asylbewerber im laufenden Verfahren und abgelehnte Asylbewerberinnen und Asylbewerber (Ausländerinnen und Ausländer mit einer Duldung) unterliegen einem Beschäftigungsverbot mit Erlaubnisvorbehalt.

Das heißt, sie dürfen nur arbeiten, wenn ihnen die zuständige Ausländerbehörde eine Beschäftigungserlaubnis erteilt hat. Auf die Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis besteht kein Rechtsanspruch. Die Entscheidung darüber ist eine Ermessensentscheidung, die sich nach den jeweiligen Umständen des konkreten Einzelfalls richtet. Für Personen aus sicheren Herkunftsstaaten (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Senegal und Serbien), die den Asylantrag nach dem 31.08.2015 gestellt haben, darf eine Beschäftigung nicht erlaubt werden.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema Asyl und Arbeit.

Beschäftigung für Asylbewerberinnen und Asylbewerber im laufenden Verfahren

Asylbewerberinnen und Asylbewerbern kann eine Beschäftigung frühestens nach drei Monaten Aufenthalt im Bundesgebiet erlaubt werden, wenn sie nicht mehr verpflichtet sind, in einer Aufnahmeeinrichtung zu wohnen.

Dies gilt auch für die Aufnahme einer Berufsausbildung. Der Antrag auf Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis ist bei der örtlich zuständigen Ausländerbehörde zu stellen.

Beschäftigung für abgelehnte Asylbewerberinnen und Asylbewerber

Abgelehnte Asylbewerberinnen und Asylbewerber sind vollziehbar ausreisepflichtig.

Ist die Aufenthaltsbeendigung nicht möglich, ohne dass dies vom Ausländer oder der Ausländerin selbst verschuldet wurde, kann eine Beschäftigung nach frühestens drei Monaten Aufenthalt im Bundesgebiet erlaubt werden.

Für die Aufnahme einer Berufsausbildung ist keine Mindestaufenthaltsdauer erforderlich. Der Antrag auf Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis ist bei der örtlich zuständigen Ausländerbehörde zu stellen.

Beschäftigung für anerkannte Asylbewerberinnen und Asylbewerber

Asylbewerberinnen und Asylbewerber, deren Asylantrag vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge positiv verbeschieden wurde, haben in der Regel einen uneingeschränkten Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Vereinbarung „Integration durch Ausbildung und Arbeit“

Die Integration in Ausbildung und Arbeit eröffnet Lebenschancen und ist damit ein zentraler Baustein der sozialen Integration.

Die Bayerische Staatsregierung hat am 13.10.2015 mit der bayerischen Wirtschaft und der Arbeitsverwaltung die Vereinbarung „Integration durch Ausbildung und Arbeit“ unterzeichnet.

Ziel: Wirtschaft und Staatsregierung streben an, 20.000 Flüchtlingen bis Ende 2016 einen Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz anzubieten. Bis Ende 2019 wird ein Gesamtziel von 60.000 Arbeitsmarktintegrationen angestrebt.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Integration durch Ausbildung und Arbeit.